Kurwald erfüllt alle notwendigen Voraussetzungen
Auf dem Weg zum ersten Heilwald in NRW

Bad Lippspringe (WB). Bad Lippspringe beansprucht für sich, den ersten Heilwald in Nordrhein-Westfalen zu haben. Bürgermeister Andreas Bee betonte am Donnerstag, dass der etwa 200 Hektar große Kurwald alle dafür notwendigen Voraussetzungen erfülle.

Freitag, 14.08.2020, 06:33 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 07:18 Uhr
Bad Lippspringe beansprucht für sich, den ersten Heilwald in Nordrhein-Westfalen zu haben. Foto: Per Lütje

Nun strebt man die offizielle Anerkennung durch die Universität Rostock an, die einen entsprechenden Kriterienkatalog entwickelt hat. Dazu zählen nicht nur Baumbestand, Beschaffenheit des Geländes und Barrierefreiheit, sondern insbesondere die therapeutische Nutzung des Waldes. So ist die Landesgartenschaustadt des Jahres 2017 Heilklimatischer Kurort mit dem Zusatzprädikat „Premium Class“ als einziges Heilbad in ganz NRW. Mehrere Rehakliniken in Trägerschaft der Stadt Bad Lippspringe haben sich auf Patienten mit Atemwegserkrankungen spezialisiert und grenzen unmittelbar an das Gartenschaugelände und den Kurwald.

In Zukunft soll das Angebot an Gesundheitskursen wie Nordic Walking (Foto) und Erlebnisveranstaltungen im Wald noch deutlich ausgebaut werden. Den bundesweit ersten Heilwald gibt es übrigens seit 2017 auf Usedom (Mecklenburg-Vorpommern).

Kommentare

Gerbali  wrote: 15.08.2020 12:17
Windkraftanlagen hinderlich
Die Initiative, aus dem wunderschönen Kurwald einen Heilwald zu gestalten trifft bei mir auf Bewunderung und Erstaunen. Bewunderung einerseits, da die Stadt Bad Lippspringe unbedingt ein neues Zugpferd benötigt: die Innenstadt stirbt aus, die Kommunalkassen sind leer, das Freibad marode und nun will auch noch eine Investorengruppe mit mehrere Hochhaushohen Windkraftanlagen das Umland missgestalten.
Da die Kommunalregierung im September wechselt, ist da kein Einhalten geboten. Dennoch müssten diese Bemühungen unbedingt mit in die Kriterien für eine heilende Wirkung eines Waldgebietes miteinbezogen werden. Ein Gast, der die kleine Stadt am Teutoburger Wald besucht, will nicht nur im Wald geheilt werden, sondern auch im Umland ein intaktes Ökosystem vorfinden. Ein auf Menschen und Umweltschutz abgestimmtes Äußeres der Heilwaldstadt. Sonst müssen wir doch befürchten, dass die Gäste lieber in anderen Städten wohnen möchten und nur in den Wald anreisen, Müll und Energie verbrauchen und wieder verschwinden. Daher auch mein Erstaunen dass Noch-Bürgermeister A.Bee erst die WKA im Stadtrat durchwinkt, dann ein solches Vorhaben unterstützt.
Die Menschen die dort leben geraten ins hintertreffen. Ich hätte mir gewünscht dass jemand aus der Kommunalregierung hervortritt und der Bundesregierung gegenüber eine Ausnahmeregelung erwirkt. Die kleine Gemeinde Bad Lippspringe ist durch die Ortschaften Neuenbeken, Benhausen, Buke, Dahl und Paderborner Hochebene vollgepflastert von Windkraftanlagen. Umzingelt sozusagen... Da müsste eine Ausnahme gemacht werden um die Schönheit der Natur zu bewahren. Ja es ist wahr wir wollen neue Technologien nutzen aber doch nicht um jeden Preis und auch an Standorten mit Vernunft... ein Leser 15.08.2020
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