Team der Trattoria Piccolo Mondo freut sich auf Wiederöffnung der Gastronomie „Wir haben eine harte Zeit überlebt“

Bad Lippspringe (WV). „Das ist sehr hart. Da kommen einem die Tränen ganz von selbst“, sagt Milan Sommerlechner über Fernsehbilder aus seiner Heimat Italien. Das Land wurde von der Corona-Krise schwer getroffen. Doch auch Sommerlechner und seine Familie haben schwierige Wochen erlebt. Ihre Ende November erst eröffnete Trattoria Piccolo Mondo in Bad Lippspringe musste nach kurzer Zeit wieder schließen. Jetzt freut sich die Familie auf einen Neustart ihrer Gastronomie in der kommenden Woche.

Von Uwe Hellberg
Das Hygienekonzept sorgt für eine Halbierung der Sitzplätze in der Gastronomie. Conte (21) und Kristina (18) Sommerlechner von der Trattoria Piccolo Mondo haben dies humorvoll in Szene gesetzt.
Das Hygienekonzept sorgt für eine Halbierung der Sitzplätze in der Gastronomie. Conte (21) und Kristina (18) Sommerlechner von der Trattoria Piccolo Mondo haben dies humorvoll in Szene gesetzt.

Die ganze Familie hilft mit und lebt vom Unternehmen

Ab Montag, 11. Mai, dürfen Restaurants und Gaststätten in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen. „Nach zwei Monaten geht es endlich wieder los. Darüber freue ich mich sehr“, sagt Milan Sommerlechner. Gemeinsam mit seinem Schwager Helmut Kainsbauer ist der 42-Jährige Inhaber der Trattoria im ehemaligen Café Böhner. „Am 27. November haben wir das Lokal hier eröffnet“, erinnert sich Sommerlechner. „Der Dezember war sehr nett, wir wurden gut angenommen, auch die Feiertage waren prima. Im Januar ging etwas weniger, zum Jahresanfang ist die Brieftasche bei vielen Menschen ja etwas dünner“, beschreibt der 42-Jährige den Start. Dann kam die Corona-Krise und im März die Schließung der Gastronomiebetriebe im Land.

Die Trattoria Piccolo Mondo ist ein Familienunternehmen. Mama, Papa, Kinder, Onkel – alle helfen tatkräftig mit und leben vom Geschäft. Die Heimat in Italien, das ist Bibione. „Ein Ort, der ganz allein von deutschen Gästen lebt. Wir wohnen seit Oktober in Bad Lippspringe und fühlen uns hier sehr wohl“, erklärt Milan Sommerlechner, Vater von drei Kindern. Entlassen hat er in der Corona-Pandemie niemanden von den Mitarbeitern. „Wir haben in dieser Zeit Speisen zum Mitnehmen angeboten.“ Zehn Mitarbeiter waren im Einsatz.

Hygienekonzept bedeutet Halbierung des Umsatzes

„Sauberkeit, Höflichkeit und Disziplin“, das sind nach Meinung von Milan Sommerlechner die wichtigen Voraussetzungen für Erfolg in der Gastronomie. Und diese will die Familie endlich wieder Gästen ab kommendem Montag bieten. Platz genug, um Vorgaben einzuhalten, gebe es genug, so der 42-Jährige. Allein die Innenfläche sei etwa 360 Quadratmeter groß. Hinzu komme noch ein Biergarten. Neben Pizza und Pasta gehören Fischspezialitäten und Fleischgerichte zum Angebot der Trattoria. „Und selbstverständlich eine gute Auswahl an Weinen – und das Ganze in einem netten Ambiente“, beschreibt Malin Sommerlechner seinen Betrieb.

Das vom Land Nordrhein-Westfalen vorgeschriebene Hygienekonzept will Sommerlechner so umsetzen: „Wir werden fast zwei Meter Abstand gewährleisten, das geht auch im Biergarten. Wir haben für uns Masken und Mundschutz besorgt. Natürlich gibt es auch Spender mit Desinfektionsmitteln.“

Das Hygienekonzept für die Gastronomie sorgt zwangsläufig für eine Halbierung der Sitzplätze. „Natürlich heißt das auch, dass es nur den halben Umsatz in Restaurants geben wird“, weiß Milan Sommerlechner. „Würden wir wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigen als derzeit, wäre das finanziell nicht hinnehmbar“, meint er. „Aber nun sind wir erst einmal froh, das wir wieder öffnen können – und dass wir zwei Monate überlebt haben.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7401157?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851061%2F