Bad Lippspringer Hobbyfotografin nimmt an internationalem Wettbewerb teil
„Ein Traum geht in Erfüllung“

Bad Lippspringe (WB). Ein Löwenbaby liegt im Sand. Sein Kopf ruht auf den ausgestreckten Vorderbeinen, der Blick ist in die Ferne gerichtet. Nur das Tier ist gestochen scharf, Vorder- und Hintergrund sind verschwommen und verleihen dem Bild eine besondere Atmosphäre.

Donnerstag, 05.03.2020, 11:55 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 06:46 Uhr
Das Bild eines Löwenjungen hat Hobbyfotografin Katja Voth während ihrer Geburtstagsreise in den Great Kruger Nationalpark aufgenommen. Die Bad Lippspringerin nimmt damit am Foto-Wettbewerb von „Africa Geographic“ teil. Foto: Katja Voth

Aufgenommen hat das Foto Hobbyfotografin Katja Voth, als sie 2019 mit professionellen Fotografen auf einer Safari in Südafrika war. Beim Wettbewerb „Photographer of the Year 2020“ des Magazins Africa Geographic möchte die Bad Lippspringerin jetzt einen der ersten drei Plätze belegen und wieder in Richtung Kruger-Nationalpark aufbrechen.

„Entweder man liebt das Land oder man hasst es. Seit ich 2001 das erste Mal da war, bin ich Südafrika-infiziert“, sagt Katja Voth und ihre Augen leuchten. Damals besuchte sie mit ihrem Mann Matthias Drewes und Tochter Denise dessen Onkel in Johannesburg. Auch mit Tochter Johanna war sie bereits auf Foto-Safari.

„In der ersten Nacht bin ich mit Löwengebrüll eingeschlafen“

2019 ist die Bad Lippspringerin, die als Schulsekretärin in der Grundschule Auf der Lieth arbeitet, sieben Tage mit zwei südafrikanischen Fotografen durch ein privates Reservat des Great-Kruger-Nationalparks gereist: „Damit ist ein lang ersehnter Traum in Erfüllung gegangen: Ich wollte mir Tipps von den Profis holen.“

Übernachtet wurde in zwei Buschcamps, die im Gegensatz zu denen im Kruger Nationalpark nicht eingezäunt waren: „In der ersten Nacht bin ich mit Löwengebrüll eingeschlafen“, erzählt Katja Voth lachend. Angst hatte sie keine. Morgens durften sie und ihr Mann erst das Zelt verlassen, nachdem Führer Amand Grobler unter alle Zelte geleuchtet hatte. So wurde sichergestellt, dass sich dort kein Tier versteckt. “Die Reservate sind der Lebensraum der Tiere. Wir sind nur zu Gast. Wenn man dort ist, muss man immer Sicherheitsabstand halten und die Wohlfühlzone der Tiere beachten“, beschreibt sie.

Um 4 Uhr morgens klingelt der Wecker

Um 4 Uhr morgens hieß es aufstehen. Dann gab es einen Kaffee und los ging die Suche nach dem besten Fotomotiv. Gleich bei ihrer ersten Sichtung entdeckte Katja Voth eine Leopardin, die gerade eine Antilope getötet hatte. „Sie hatte ihre Beute auf einen Baum gehievt, weil darunter eine Hyäne lauerte. Danach war die Leopardin so erschöpft, dass sie mit dem Kopf auf der Beute eingeschlafen ist“, erzählt die Hobby-Fotografin, die alles mit ihrer Kamera festhielt.

Mit ihrer Nikon D500 und ihrem 60-600er-Objektiv entstanden faszinierende Aufnahmen: Zum Beispiel fing sie einen Baby-Elefanten ein, der durch den Schlamm an einem Wasserloch stapfte. Aber auch einen Sonnenuntergang, der den Himmel in phänomenalen Farben leuchten ließ. „Und nachts explodiert der Sternenhimmel. Man sieht die Milchstraße“, erzählt Katja Voth. Von den professionellen Fotografen Mario und Jenny Fazekas erhielt sie viele Tipps, die sie direkt anwenden konnte.

„Das Bild hat ein schönes Bokeh“

Insgesamt hat Katja Voth von ihrer siebentägigen Reise etwa 9000 Fotos mitgebracht. „Davon habe ich 1600 behalten“, erzählt sie. Das Motiv mit dem Löwenbaby gefällt ihr besonders: „Das Bild hat ein schönes Bokeh. Da passt einfach alles. Das Objekt ist gestochen scharf, Vorder- und Hintergrund sind wunderbar verschwommen.“

Mit dem Bild tritt die Bad Lippspringerin beim Wettbewerb „Photographer of the Year 2020“ an. Bislang haben Fotografen in der Gruppe 451 Bilder hochgeladen. Noch bis Ende März kann jeder abstimmen.

Wer für Katja Voths Bilder abstimmen will, findet sie auf der Facebook-Seite von Afrika Geographic gibt es bei den Fotos einen Ordner mit den Wettbewerbsbildern. Katja Voth: „Wer für mich abstimmen will, muss mein Foto öffnen und es erst dann liken. Nur dann zählt die Abstimmung.“ Schafft sie es, einer der drei Fotografen mit den meisten Likes zu werden, geht der nächste Traum in Erfüllung: Sie geht auf eine private Safari mit Africa-Geographic-CEO Simon Espley im Djuna-Private-Game-Reservat in Südafrika.

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