70 Ehrenamtliche engagieren sich ab Samstag auf der Gartenschau Hier gibt’s einiges zu tun

Bad Lippspringe (WB). Mehr als 100 Freiwillige haben 2017 angepackt und dafür gesorgt, dass die Landesgartenschau knapp 600.000 Besucher begeistert hat. Auch im Jahr danach ist das Engagement ungebrochen. Am Samstag geht es los.

Von Sonja Möller
Der Frühjahrsflor ist in der Erde, doch auch weiter gibt es jede Menge Arbeit. Über die Mithilfe der Ehrenamtlichen freuen sich (von links) Ferdinand Hüpping, Laura Klingbeil, Hubert Niewels und Bürgermeister Andreas Bee.
Der Frühjahrsflor ist in der Erde, doch auch weiter gibt es jede Menge Arbeit. Über die Mithilfe der Ehrenamtlichen freuen sich (von links) Ferdinand Hüpping, Laura Klingbeil, Hubert Niewels und Bürgermeister Andreas Bee. Foto: Jörn Hannemann

Ein Blick zurück: Im vergangenen Sommer strömten Hunderttausende auf das Landesgartenschaugelände und genossen Blumenpracht und Waldidylle. Ehrenamtliche waren an jedem Tag auf dem Gelände und halfen: Sie betreuten Besucher, gaben Mobilitätshilfen heraus und kümmerten sich um die Pflege bestimmter Bereiche. Ob es der Stauden- oder der Glaubensgarten sowie die Mersmannteiche waren – überall engagierten sich die Freiwilligen.

»Wir hatten alleine 120 Helfer, die in der Organisation eingebunden waren«, erzählt Bauhofleiter Ferdinand Hüpping, der in diesem Jahr mit Laura Klingbeil zusammen die Einsatzplanung der Ehrenamtlichen übernimmt. Bislang hat sich Andrea Schipper, Sekretärin von Bürgermeister Andreas Bee, darum gekümmert.

»Ehrenamtliche sind unverzichtbar.«

»Von anderen Landesgartenschauen wissen wir, dass das erste Jahr danach immer das Schwierigste ist. Die Ehrenamtlichen direkt wieder zu motivieren, ist nicht ganz einfach«, hat LGS-Pressesprecher Matthias Hack recherchiert. Er weiß aber: »Ehrenamtliche sind unverzichtbar. Ohne sie lässt sich die Gartenschau nicht aufrecht erhalten.« Bei einem ersten Treffen im Februar wollten die Verantwortlichen ausloten, wie die Stimmung und die Einsatzbereitschaft unter den Freiwilligen ist. Und sie staunten nicht schlecht: Knapp 90 Männer und Frauen kamen ins Kongresshaus und informierten sich über Einsatzmöglichkeiten.

Für Hubert Niewels, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Landesgartenschau, kommt dies nicht unerwartet: »Wir haben nach der LGS viele Rückmeldungen bekommen, dass der Einsatz eine erfüllende Aufgabe war. Alle, die mitgemacht haben, waren ganz beseelt.« Der Förderverein will auch weiter Verantwortung für den Kaiser-Karls- und Waldpark übernehmen. Unter anderem hat der Verein wie berichtet 70.000 Blumenzwiebeln in die Erde bringen lassen.

Fünf Arbeitsgebiete

Auf ehrenamtliches Engagement muss die Gartenschau auch 2018 nicht verzichten: 70 Rückmeldebögen sind bis jetzt eingegangen. »Es wird fünf Arbeitsgebiete geben, für die man sich einteilen kann«, weiß Bürgermeister Andreas Bee. So kann jeder dort helfen, wo seine Interessen liegen: Ob das die Pflege der Muster- und Lichtungsgärten, der Mersmannteiche und der Lippequelle oder der Grünflächen rund um Friedenskapelle und Waldpark sind. Auch organisatorische Tätigkeiten wie die Unterstützung an besucherstarken Tagen beim Einlass und den Mobilitätshilfen sowie bei Sonderaktionen sind möglich.

»Jeder kann auch individuelle Wünsche äußern, die wir bei der Planung berücksichtigen«, sagt Laura Klingbeil. Manche möchten zum Beispiel gerne als Paar oder als Gruppe eingeteilt werden, andere nur an bestimmten Tagen. All dies können Bewerber angeben.

Am Samstag, 7. April, gibt es ein erstes Treffen der Ehrenamtlichen im Kaiser-Karls-Park. »Dann werden die Gruppen eingeteilt und es gibt erste Einweisungen in die pflegetechnischen Bereiche«, erzählt Klingbeil. Unterstützung erhalten die freiwilligen Helfer übrigens von Bürgermeister Andreas Bee: »Ich komme in Gummistiefeln und helfe mit, die Mersmannteiche sauber zu machen.«

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