Sternsingergruppe aus Bad Lippspringe im Kanzleramt »Wir waren bei Merkel!«

Bad Lippspringe (WB). »Merkel die Hand zu geben war das Größte!« sind alle vier Bad Lippspringer Sternsinger begeistert. Mit den anderen Gruppen aus insgesamt 27 Diözesen waren die Bad Lippspringer mit Gemeindereferent Andre Hüsken beim zentralen Empfang der Sternsinger im Bundeskanzleramt am Montag in Berlin.

Obligatorisch für die Bad Lippspringer Gruppe war natürlich kurz nach der Ankunft am Sonntag der Besuch des Brandenburger Tores mit Foto. Ein Besuch der Reichstagskuppel klappte zwar nicht, aber dafür ging's anschließend hinauf in die Kuppel des Berliner Doms.
Obligatorisch für die Bad Lippspringer Gruppe war natürlich kurz nach der Ankunft am Sonntag der Besuch des Brandenburger Tores mit Foto. Ein Besuch der Reichstagskuppel klappte zwar nicht, aber dafür ging's anschließend hinauf in die Kuppel des Berliner Doms.

»Hallo, ich freue mich dass ihr hier seid«, begrüßte die Bundeskanzlerin jeweils mit Händedruck Leonie Tegethoff (15), Nico Heinemann (14), Nadine Brunnert (14) Nele Müller (14) und zuletzt Gemeindereferent Andre Hüsken (35) zum Empfang. »Krass, cool, unvergesslich«, freuen sich alle fünf über diesen Moment. »Man war unheimlich aufgeregt, und es ging einem nur durch den Kopf, wie man sich richtig verhält«, sagte Leonie Tegethoff danach.

Das Glücks-Los verschaffte den Bad Lippspringern den Ausflug nach Berlin

Die Glücksfee hatte Mitte Dezember unter den 33 Gruppen aus dem Erzbistum Paderborn das Los der Bad Lippspringer Gruppe gezogen (wir berichteten am 13. Dezember). Damit waren sie zum Empfang bei der Bundeskanzlerin eingeladen. Nicht nur dieser Moment der persönlichen Begrüßung, des 30-minütigen Treffens und der zweitägige Berlin-Besuch wird in bleibender Erinnerung bleiben: Auch das Protokoll, das sie durchlaufen mussten, bevor sie ins Bundeskanzleramt kamen: In der Jugendherberge Ostkreuz gab es am Samstagabend nach dem Ankleiden die Generalprobe: Wie gibt man der Kanzlerin die Hand, wo habe ich mich hinzustellen, wie ist der Stern zu tragen, ohne dass er das Gesicht der Kanzlerin verdeckt. Das alles wurde für das Empfangsprotokoll durchgespielt.

Strenge Sicherheitsvorschrifen für den Besuch des Kanzleramtes

Für den Besuch im Kanzleramt galten natürlich auch die strengen Sicherheitsvorschriften: Nachdem alle Sternsinger am Montagmorgen von vier Bussen der Bundespolizei abgeholt wurden, gab es neben Gepäck- und Ausweiskontrollen spezielle Karten und VIP-Ausweisbändchen für den Arm in Gold mit dem Aufdruck »Sternsinger Berlin«, um sich im Bundeskanzleramt bewegen zu können. Abzugeben waren wie am Flughafen Gegenstände wie Haarspraydosen, Kosmetikfläschchen oder Nagelscheren.

Auch die Geschenke für die Bundeskanzlerin mussten alle Gruppen für die Kontrolle abgeben. Im Gegenzug gab es die Zusicherung, dass Merkel diese Geschenke auch tatsächlich bekommt. Kurz vor dem Empfang konnte die Gruppe dann noch in der Kantine des Bundeskanzleramtes essen. Die Auswahl war allerdings beschränkt: Spaghetti Napoli oder Spaghetti Bolognese waren zu haben. Auch für die Rückreise konnten sie sich mit Obst und Getränken eindecken. Als bleibende Erinnerung wird es ein Foto mit Kanzlerin nebst Autogramm geben.

Sternsinger waren vor ihrem Berlin-Besuch in Bad Lippspringe im Einsatz

Dass ihr Los für den Berlin-Besuch zu Recht gezogen wurde, stellten die Bad Lippspringer Sternsinger der Kirchengemeinde St. Martin nochmals am Samstag unter Beweis. Von 9 bis 16 Uhr waren auch sie auf den Straßen von Bad Lippspringe mit den anderen 50 Kindern und Jugendlichen unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen. Die originalen Berlin-Gewändern waren sicherheitshalber aber nicht im Einsatz. 6800 Euro wurden gesammelt, und am Sonntagmorgen stiegen sie nach der Verabschiedung in Bad Lippspringe durch Pfarrer Georg Kersting um 9.30 Uhr in Altenbeken in den Zug ein, um ab Hannover dann mit dem ICE nach Berlin zu kommen. Die restlichen Stunden des Tages nutzten die fünf für eine Stadtbesichtigung. Eine Besichtigung der Reichstagskuppel klappte zwar nicht, dafür ging es auf die Spitze des Berliner Doms.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.