Schornsteinfegermeister Stephan Tölle und Olaf Meiners sind während Corona oft der einzige Kontakt für die Menschen
„Lassen Sie mir ein bisschen Glück da?“

Altenbeken -

„Da kommt das Glück!“ Mit diesen Worten ist Stephan Tölle schon das ein oder andere Mal begrüßt worden, wenn er in Altenbeken die Schornsteine reinigt. Der Bezirksschornsteinfeger ist für knapp 3000 Haushalte in der Eggegemeinde zuständig: „Ich freue mich immer über den herzlichen Empfang. Fast täglich fragen die Menschen, ob ich ein bisschen Glück dalassen kann.“ Von Sonja Möller
Freitag, 02.04.2021, 02:47 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 02.04.2021, 02:47 Uhr
Zwei Glücksbringer in Altenbeken: Die Bezirksschornsteinfeger Olaf Meiners (links) und Stephan Tölle. Foto: Sonja Möller
Der Glaube, dass Schornsteinfeger Glücksbringer sind, stammt aus dem Mittelalter. Damals reinigten sie die Schornsteine und es konnte geheizt und gekocht werden, ohne dass es brannte. Denn damals waren die Häuser aus Holz und gingen bei einem Schornsteinbrand in Flammen auf. Da die Schornsteinfeger die Kamine frei hielten, waren sie das personifizierte Glück. Dieser Glaube hat sich bis heute gehalten, zumindest bei vielen Älteren, erzählt Stephan Tölle. Der 47-Jährige ist mit 16 Jahren in die Lehre gegangen und seinem Beruf treu geblieben: „Ich schätze die Abwechslung sehr. Ich habe immer neue Herausforderungen, arbeite draußen und drinnen und habe wechselnde Kunden. Vom miesepetrigen Junggesellen bis zur 70-jährigen Oma mit Kaffee und Kuchen.“ Auch die Freiheit, selbst seine Zeit einteilen zu können, möchte der 47-Jährige Schornsteinfegermeister nicht mehr missen: „Ich fange an, wann ich will. Ich mache Pause, wann ich will.
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