Viele Senioren reagieren erleichtert und sind dankbar – Termine werden nachgeholt – mit Videos
„Nur ein Pieks, das tat nicht weh“

Paderborn -

Nach acht Wochen Wartezeit hat am Montag der Betrieb im Salzkottener Impfzentrum begonnen. Der Start stand ganz unter dem Eindruck des Schneechaos – trotzdem zog der Leiter Dr. Gregor Haunerland am Abend ein sehr positives Fazit: „Es hat alles gut geklappt. Es gab auch keine medizinischen Komplikationen.“

Dienstag, 09.02.2021, 02:30 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 08:38 Uhr
Eine der ersten, die sich am Montag impfen ließ, war Ingelore Grabe aus Sennelager. Landrat Christoph Rüther wünschte der 82-Jährigen alles Gute. Foto: Jörn Hannemann

40 der ursprünglich geplanten 162 Senioren kamen am Montag nicht zum Impftermin. Wer wegen des Schnees nicht kommen konnte, wurde vom Kreisgesundheitsamt aufgefordert, den Ersatztermin an diesem Dienstag oder Mittwoch zur selben Zeit wahrzunehmen. „Das bekommen wir locker dazwischen“, betonte Landrat Christoph Rüther. „Eine telefonische Kontaktaufnahme ist nicht erforderlich.“

Bei den ersten Geimpften war die Erleichterung deutlich zu spüren. So empfand es Ingelore Grabe als ein „Privileg“, dass sie zu den ersten Bürgern im Kreis zählte. Aufgeregt sei sie nicht, berichtete die 82-Jährige aus Sennelager. Ganz im Gegenteil: „Ich freue mich richtig, dass ich die Impfung erhalte. Es belastet halt, wenn man quasi ans Haus gefesselt ist und sich kaum mehr raustraut. Das kann man jetzt bald vielleicht etwas entspannter sehen.“

Viele Menschen wurden zum Impftermin von Kindern oder Enkelkindern gebracht. „Das ist doch Ehrensache“, betonte eine Enkelin, die ihren Großvater begleitete. Der Parkplatz war entsprechend geräumt, sodass selbst diejenigen, die nicht so gut zu Fuß unterwegs waren, die Sälzerhalle problemlos erreichen konnten.

Einer der ersten Geimpften war Bruno Meier aus Hövelhof, der pünktlich zum Start um 14 Uhr seinen Termin hatte. Nach nicht einmal 40 Minuten war für den 80-Jährigen alles überstanden. „Alles verlief problemlos und ging ganz schnell. Ein kleiner Pieks. Das tat gar nicht weh. Nebenwirkungen hatte ich auch nicht“, freute sich Meier.

Direkt vor dem Impfstart sei das Personal noch einmal in die Arbeit des Impfzentrums eingewiesen worden, berichtete Dr. Haunerland. Die im Vorfeld getesteten Abläufe hätten sich bereits bewährt. Die Zusammenarbeit habe völlig reibungslos funktioniert. „Wir haben erlebt, dass die Menschen sehr dankbar waren, weil sie nun endlich geimpft werden. Sie haben sich gefreut, dass es losgeht.“

Alles bereit: So sieht es im Impfzentrum vom Kreis Paderborn aus

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    Foto: Jörn Hannemann
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Nach Angaben von Landrat Christoph Rüther sei am Montag spontan die Entscheidung getroffen worden, wegen des Kälteeinbruchs einen Bus vor der Sälzerhalle als Wartebereich aufzustellen. „Dort kann sich eine Begleitperson während der Impfung aufwärmen. Ab Mittwoch gibt es an einem kleinen Stand auch Kaffee und Brötchen.“

Der Landrat stellte klar, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer nicht in der Sälzerhalle über Nacht aufbewahrt werde. Ein Einbruch sei zwecklos. Zudem sei ein Sicherheitsdienst vor Ort.

Es sei zudem völlig aussichtslos, ohne Termin zum Impfzentrum zu kommen, in der Hoffnung, geimpft zu werden, weil andere Senioren ihren Termin nicht wahrnehmen. Das betonte die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert. Nur mit Impftermin gebe es auch eine Impfung. Auch Dr. Haunerland stellte klar: Es werde abends kein Impfstoff übrig bleiben, der dann an Wartende verimpft werde.

Vor dem Impfstart: ein Videorundgang am und im Impfzentrum am Freitag

Vor dem Impfstart: Video-Interview mit Land Christoph Rüther

Vor dem Impfstart: Video-Interview mit Impfzentrum-Leiter Dr. Gregor Haunerland

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