Kreis Paderborn: 162 Menschen werden am Montag in der Sälzerhalle erwartet – mit Videos, Fotostrecke und Kommentar
Das große Impfen beginnt

Paderborn/Salzkotten -

162 Senioren aus dem Kreis Paderborn werden am Montag in der Sälzerhalle in Salzkotten ihre erste Corona-Impfung erhalten. Dass dort alles gewissenhaft vorbereitet worden ist, davon durfte sich am Freitag die Presse überzeugen.

Samstag, 06.02.2021, 05:52 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 06:16 Uhr
Die Sälzerhalle ist in ein Einbahnstraßensystem eingeteilt. Geimpfte und ungeimpfte Senioren begegnen sich nicht. Foto: Jörn Hannemann

Landrat Christoph Rüther, Dr. Gregor Haunerland und Dr. Gerhard Markus als ärztliche Leiter des Impfzentrums, Krisenstabsleiter Michael Beninde und Dr. Constanze Kuhnert als Leiterin des Kreisgesundheitsamtes erläuterten die Abläufe.

Alles bereit: So sieht es im Impfzentrum vom Kreis Paderborn aus

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Die Ankunft: Bei der Anfahrt werden die Bürger auf der B1 mit Hinweisschildern zur Sälzerhalle und dem großzügigen Parkplatz geleitet. Auch an der Halle ist der rollstuhlgerechte Zugang beschildert. Pro Impfling ist nur eine Begleitperson erlaubt. Beim Betreten der Halle gibt es einen kurzen Check: Ein Mitarbeiter misst mit einem kontaktlosen Gerät die Körpertemperatur und überprüft, ob die Person einen Termin hat.

Ein Videorundgang am und im Impfzentrum

Die Anmeldung: Im Foyer befinden sich die Anmeldeschalter. Dort werden die Daten der Person und der Lichtbildausweis überprüft. Sind alle Angaben korrekt, erhalten die Impflinge ihre Unterlagen: ein ausführlicher Aufklärungsbogen, ein kurzer Gesundheitsbogen zur medizinischen Vorgeschichte, die Einwilligungserklärung zur Impfung und ein Blatt, auf dem die einzelnen Stationen im Impfzentrum abgehakt werden. Auch die Chargennummer des Impfstoffes wird darauf vermerkt. Dieses Blatt nimmt der Impfling am Ende mit nach Hause. Danach geht es in den Wartebereich, wo die Formulare in aller Ruhe ausgefüllt werden sollen. Sollte jemand dabei Hilfe benötigen, stehen dafür Lotsen zur Verfügung.

Die Aufklärung: Jeweils ein Mediziner wird die Impflinge anschließend in kleinen Gruppen über die Impfung und mögliche Begleiterscheinungen informieren. Dazu zählen Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopf- und Muskelschmerzen. Eine Lautsprecheranlage soll dafür sorgen, dass die Erläuterungen akustisch gut verständlich sind. Wer weiteren Beratungsbedarf hat, kann sich von einem Arzt vor Ort in einem Einzelgespräch in einem diskret abgeschirmten Sprechzimmer über Risiken informieren. Wer danach entscheidet, sich nicht impfen lassen zu wollen, kann hier über einen separaten Ausgang die Impfstraße verlassen.

Das Impfen: Wer sich zum Impfen entscheidet, gibt nun die unterschriebene Einverständniserklärung ab. Zwölf Kabinen stehen für die Impfungen zur Verfügung. Ob eine Kabine frei ist, ist anhand einer Ampel erkennbar. Bei grünem Licht kann man eintreten und den Arm frei machen. Dann kommt eine Medizinische Fachangestellte und verabreicht die bereits fertige Spritze mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff in den Arm. Die Vorbereitungen dafür treffen übrigens Apotheker, die im Hintergrund die Impfdosen vorbereiten und die Spritzen aufziehen.

Nach der Impfung: Die Impflinge verlassen die Kabine auf der Rückseite und begeben sich in den Beobachtungsbereich. Dort sollten sich die Personen mindestens 15 bis 30 Minuten aufhalten. Sollten allergische Reaktionen auftreten, ist medizinisch geschultes Personal zur Stelle, das sofort reagiert. Nach der Beobachtungsphase geht es zur Abmeldung. Dort erhalten die Impflinge eine Bestätigung ihres zweiten Termins, der drei Wochen später erfolgt. Wer bislang keinen zweiten Termin erhalten hat, kann diesen vor Ort vereinbaren.

Das sagt der Landrat: Der Ärger um das Terminvergabesystem, für das der Kreis nicht verantwortlich sei, bedauert Landrat Christoph Rüther sehr. „Uns ist zugesagt worden, dass das System ausgebaut wird.“ Täglich sollen nun neue Termine eingespielt werden. Rüther geht davon aus, dass alle Über-80-Jährigen im Kreis Paderborn bis Mitte/Ende Mai geimpft sein werden. – Hier unser Video-Interview mit Rüther:

Video-Interview mit Impfzentrum-Leiter Dr. Gregor Haunerland

Ein Kommentar von Ingo Schmitz

Nach dem katastrophalen Start der Impfterminvergabe soll nun zumindest beim Impfen alles perfekt laufen. Der Rundgang durch das bestens organisierte Impfzentrum in der Sälzerhalle am Freitag macht große Hoffnung, dass nun alles gut wird. Tatsächlich scheinen die Verantwortlichen an alles gedacht zu haben. Für alle Eventualitäten ist man gerüstet – sogar dann, wenn jemand zum Ausfüllen seiner Formulare seine Lesebrille vergessen haben sollte oder ein Impfling nicht der deutschen Sprache mächtig ist. Überall gibt es Sitzgelegenheiten und auch die Einbahnstraßenregelung erschließt sich von selbst. Man merkt: In das Konzept ist viel Hirnschmalz geflossen. Und auch die Atmos-phäre in der Sälzerhalle ist freundlich und angenehm. Bleibt zu hoffen, dass mit der Zeit auch die Impfstoff-Menge zunimmt, damit die Bevölkerung schnell durchgeimpft sind. Ingo Schmitz

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