Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Freitag: kein weiterer Todesfall – offizielle Inzidenz bei 63,3
16 Neuinfektionen und insgesamt 418 Erkrankte

Paderborn (WB/LaRo) -

Nachdem der Kreis Paderborn gestern die hohe Zahl von 66 neuen Corona-Fälle gemeldet hatte, sind es am Freitag 16 (Stand 11 Uhr). Einen weiteren Todesfall hat die Verwaltung nicht bekannt geben. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion Gestorbenen beträgt damit unverändert 127.

Freitag, 05.02.2021, 13:45 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 10:26 Uhr
Das Covid19-Dasboard des Robert-Koch-Instituts auf www.rki.de zeigt den Kreis Paderborn an (Screenshot).

Weitere Erkrankte, die als genesen gelten, gibt es gegenüber gestern nicht. Derzeit sind daher 418 Menschen (Vortag: 402) offiziell mit dem Coronavirus infiziert. Die aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (178), Salzkotten (74), Delbrück (37), Büren (29), Hövelhof (26), Bad Lippspringe (24), Altenbeken (16), Borchen (15), Bad Wünnenberg (10) und Lichtenau (9). In der Obdachlosenunterkunft „Am Zollbrett 12“ in Delbrück ist aktuell ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Einrichtung steht nun bis zum 17. Februar unter Quarantäne.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie berichtet – für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 4. Februar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 63,3 (Vortag 65,3) aus (Datenstand: 5.2., 0 Uhr). Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Donnerstag 13 und für die vergangenen sieben Tage 195 neue Fälle notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Es ist in den LZG-Wert* von Freitag (siehe auch unten: Melde- und Übermittlungsverzug) offensichtlich aber noch nicht der Großteil der vom Kreis am Donnerstag gemeldeten 66 Fälle eingeflossen. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Kreisverwaltung gemeldeten Fällen für denselben Zeitraum wie das LZG (250) ergibt sich eine Inzidenz von 81,2 – und den Freitag miteinbezogen von 74,7.

Weiterhin 46 Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, und ebenso wie gestern 20 von ihnen intensivmedizinisch. Die Zahl der Menschen, die sich in Quarantäne befinden, ist von Donnerstag auf Freitag von 1501 auf 1466 Menschen gesunken. Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6050. Die Zahl der Erkrankten, die eine Infektion überstanden haben, liegt weiterhin 5505.

Impfungen

Im Kreis Paderborn hat es nach einer am Freitag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge gestern in Heimen keine Erstimpfungen und 18 Folgeimpfungen gegeben. Bis einschließlich Donnerstag, 4. Februar, sind weiterhin 5265 (Vortag: 5265) Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2364 (2364) Heimbewohner und 2901 (2901) Angehörige von Pflegeberufen. Die Folgeimpfung haben bisher von den 5265 Erstgeimpften 2544 (Vortag: 2502) Menschen erhalten, davon 1292 (1274) Heimbewohner und 1252 (1228) Angehörige von Pflegeberufen: www.corona-kvwl.de/impfbericht. Am Mittwoch gab es den Angaben zufolge 24 Erstimpfungen und keine Folgeimpfungen. Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

5. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

5. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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