Altenbekener Verwaltung stellt Planung zum Ausbau des Eggerings vor
Die Vorfahrt ändert sich

Altenbeken -

Der neue Waldkindergarten Eggekids ist im Oktober vergangenen Jahres eingeweiht worden. Mittlerweile haben sich die 66 Kinder gut eingelebt. Jetzt möchte die Gemeinde Altenbeken den Ausbau des Eggerings in Angriff nehmen und hat die Pläne im Bauausschuss vorgestellt. Dort haben auch die Anlieger mit ihren Anregungen Gehör gefunden.

Mittwoch, 03.02.2021, 01:10 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 02:00 Uhr
Derzeit gilt an der Stichstraße zum Waldkindergarten Eggekids die Vorfahrtregelung rechts vor links. Der Bauausschuss hat beschlossen, eine Änderung der Vorfahrt zugunsten des Eggerings zu beantragen. Die Einfahrt zur Stichstraße soll zudem verengt werden und auf den Eggering geführt werden. Foto: Sonja Möller

Zum Neubau des Waldkindergartens am Eggering war es erforderlich, den Flächennutzungsplan (FNP) zu ändern. Dieses Verfahren ist nach Angaben der Verwaltung abgeschlossen. Bei der damaligen Öffentlichkeitsbeteiligung zur 31. Änderung des FNP hatten mehrere Anlieger Bedenken zur Verkehrssituation am Eggering und der Zuwegung zur neuen Kita vorgebracht. Auch wurden Anregungen gegeben, wie die Situation verbessert und aus Sicht der Anwohner entschärft werden könnte.

Diese Anregungen sollten vor der Erneuerung der Fahrbahndecke am Eggering und dem Ausbau der Zuwegung zum Kindergarten in die Überlegungen einfließen. Dafür hatte die Verwaltung zwei Varianten erarbeiten lassen. Variante eins sieht vor, die Vorfahrtregelung so zu belassen, wie sie im Bestand vorhanden ist. Demzufolge gilt weiterhin rechts vor links an der Stichstraße zur Kita. Die zweite Variante sieht vor, die Zuwegung zum Waldkindergarten als vorfahrtberechtigte Straße auszubauen. Mit diesen Varianten hat die Verwaltung eine Anwohnerbefragung am Eggering durchgeführt. Für die Variante 1 sprachen sich dabei 63 Anwohner aus, für die Variante 2 votierten 15 Anlieger. Bürgermeister Matthias Möllers sagt dazu auf Anfrage: „Die Rückmeldung war super. Viele haben das Formular genutzt und uns ihre Ideen mitgeteilt. Wir haben ein klares Bild bekommen.“

Der Ausschuss folgte der Mehrheit der Anlieger und entschied sich einstimmig für die Variante eins. Dabei wird der Stichweg zur Kita rechtwinklig auf den Eggering geführt. Dafür wird sie auf der Waldseite durch eine Erhöhung verengt. Thomas Sänger erläutert: „Es wird eine sichtbare Erhöhung über einen Bordstein geben. Dieser wird etwa fünf bis acht Zentimeter hoch sein.“ So sollen Autofahrer davon abgehalten werden, die rechtwinklige Zufahrt zu überfahren. Trotzdem können Langholztransporte die erhöhte Stelle weiter überfahren.

Zudem haben sich die Ausschussmitglieder für eine Vorfahrtänderung entschieden. Normalerweise gilt am Stichweg rechts vor links. Im Zuge des Straßenausbaus soll beim Kreis beantragt werden, dass der Eggering hier vorfahrtberechtigt ist und die Verkehrsteilnehmer aus der Stichstraße Vorfahrt gewähren müssen.

Der Ausschuss folgte zudem der Anregung eines Anliegers, auf Höhe der Hausnummer 1 eine zusätzliche Bucht zu errichten, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu reduzieren. Allerdings soll es eine mobile Bucht werden, die erstmal nur bis zum Jahresende aufgestellt wird. Dann soll überprüft werden, ob die Maßnahme ihr Ziel erreicht oder der Verkehrsfluss gravierend behindert wird.

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