Beschwerden über Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung
Weiter Probleme mit Termin-Vergabesystem im Kreis Paderborn

Paderborn (WB/mba/itz) -

Die Kritik am Vergabesystem der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) für Impftermine reißt nicht ab. Am Dienstagmorgen meldeten sich mehrere Leser des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES in der Redaktion, weil sie bei der Hotline der KV die Information bekommen hatten, dass es keine neuen Termine gebe.

Mittwoch, 03.02.2021, 02:44 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 02:50 Uhr
Das Bild zeigt, wie eine Spritze für eine Corona-Schutzimpfung vorbereitet wird. Foto: Patrick Pleul/dpa

Erst am Montag hatte die KV für das Impfzentrum des Kreises in Salzkotten mitgeteilt, 24.500 Impftermine für Senioren, die 80 Jahre und älter sind, freischalten lassen zu wollen. Die Leser, die bei der Hotline durchkamen, erhielten am Dienstagmorgen jedoch Absagen. Am Nachmittag waren dann allerdings doch neue Termine verfügbar, berichteten Leser, die Erfolg hatten.

Eine Sprecherin der KV sagte am Dienstagabend, dass die neuen Termine zum einen sehr schnell vergriffen gewesen seien, vor allem im Kreis Paderborn. Zudem leide „das System nach wie vor an technischen Schwächen“. Menschen, die einen Termin buchen wollen, sollten es unbedingt weiterhin probieren. Mittlerweile seien im Bereich Westfalen-Lippe den Angaben der Sprecherin zufolge 260.000 Erst- und Zweit­termine vergeben worden. Und es würden weiterhin immer wieder neue Termine freigeschaltet.

Einem 82-jährigen Mann aus Borchen-Alfen, der ebenfalls bei der Hotline angerufen hatte, soll unterdessen ein Termin verwehrt worden sein, weil der Rentner keine E-Mail-Adresse hat. Diese sei notwendig, um ihm eine schriftliche Terminbestätigung zukommen zu lassen, habe man ihm an der Hotline gesagt, erklärte der Alfener. Die KV hatte bislang allerdings immer betont, dass bei der Hotline keine schriftliche Terminbestätigung notwendig sei. Das bestätigte auch die Sprecherin der KV. Sie geht von einem Missverständnis aus. „Nur wenn man eine Bestätigung verlangt, wird eine E-Mail-Adresse benötigt“, erklärte die Sprecherin. Grundsätzlich sei eine E-Mail-Adresse nur bei der Anmeldung über das Online-Buchungsportal erforderlich. An der Hotline sollten die Nutzer stattdessen Papier und Stift bereithalten, um sich den Termin zu notieren. Der 82-Jährige war nach eigenen Angaben so erzürnt über das Telefonat mit der Hotline, dass er sich vorerst nicht mehr um einen Impftermin bemühen will.

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