Corona-Lage im Kreis Paderborn: seit einer Woche kein weiterer Todesfall
Inzidenz liegt am Montag weiterhin bei 62

Paderborn (WB/LaRo) -

Seit nunmehr einer Woche hat es im Kreis Paderborn nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit (LZG) keine Toten zu beklagen gegeben, die in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Seit Pandemie-Beginn gibt es 123 Todesfälle. Der offizielle Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Paderborn befindet sich am Montag weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Montag, 01.02.2021, 09:04 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 16:55 Uhr
Eine Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer wird in einem Impfzentrum vorbereitet (Symbolbild). Foto: Patrick Pleul/dpa

Der Wert liegt wie schon am Sonntag weiterhin bei 62. Das meldete am Montagmorgen das LZG mit Stand 0 Uhr. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Vor einer Woche betrug die Inzidenz 63,3, vor zwei Wochen 90 und vor drei Wochen noch 129,6.

Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Samstag 10 und für Sonntag 0 neue Fälle sowie für die vergangenen sieben Tage 191 notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Der Kreis Paderborn hatte am Samstag 37 Neuinfektionen bekannt gegeben. Sonntags veröffentlicht er keinen Corona-Lagebericht.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Montag bei 86,2 (Vortag: 85,1) und in Deutschland bei 91 (90,2). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 93,7 – Hochsauerlandkreis 83,1 – Höxter 154,7 – Lippe 110,2 – Soest 70,6.

„Impfgipfel“

Kurz vor dem „Impfgipfel“ bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Bewegung in den EU-Konflikt mit dem Pharmakonzern Astrazeneca gekommen. Laut EU will das Unternehmen im ersten Quartal nun doch mehr Impfstoff an die Europäische Union liefern als angekündigt. Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, insgesamt seien es also 40 Millionen Dosen, teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit. Das ist die Hälfte der ursprünglich anvisierten Menge von 80 Millionen Dosen. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sprach von einer guten Nachricht und einem Schritt nach vorn. In Deutschland reißt die Kritik am schleppenden Impfstart, den Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller und den Problemen bei der Terminvergabe dagegen nicht ab. Kanzlerin Merkel (CDU) will deshalb an diesem Montag mit den Ministerpräsidenten, Bundesministern und Vertretern der Pharmabranche über die Lage beraten.

Impfungen in Heimen

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Montag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Sonntag , 31. Januar, weiterhin 5200 Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2348 Heimbewohner und 2852 Angehörige von Pflegeberufen. Wegen eines Lieferengpasses beim Biontech/Pfizer-Impfstoff fanden zuletzt, bis zum Wochenende, in NRW keine Erstimpfungen statt. Die Folgeimpfung haben bisher 2335 (Donnerstag: 2160) Menschen erhalten, davon 1222 (1130) Heimbewohner und 1113 (1005) Angehörige von Pflegeberufen: www.corona-kvwl.de/impfbericht. Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Auf Impfstoff wartet auch die Feuerwehr Paderborn. Die dezentrale Impfstelle des Rettungsdienstes und der Feuerwehr ist – laut eigenen Angaben – seit dem 15. Januar einsatzbereit und könnte innerhalb von zwei Tagen das komplette Personal impfen, ohne die Kapazitäten des Impfzentrums einzuschränken oder Termine zu blockieren. „Wir warten auf den Impfstoff – wie viele andere auch – und auf die endgültige Freigabe aus dem Kreishaus“, heißt es in einem Facebook-Post.

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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