Corona-Lage im Kreis Paderborn am Mittwoch: Start der Impfzentren auf den 8. Februar verschoben – Terminvergabe bleibt wie geplant
119. Todesfall und 70 Neuinfektionen

Paderborn (WB/LaRo) -

Im Kreis Paderborn ist ein Mann aus Borchen (89) in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Es handelt sich um den 119. Todesfall seit Pandemiebeginn. Das teilte die Kreis-Verwaltung am Mittwochnachmittag mit. Darüber hinaus sind den Angaben zufolge 70 Neuinfektionen bekannt geworden (Stand, 11 Uhr).

Mittwoch, 20.01.2021, 15:50 Uhr aktualisiert: 20.01.2021, 16:58 Uhr
Symbolbild. Foto: Ole Spata/dpa

Da 28 weitere Corona-Erkrankte als genesen gelten, sind zurzeit 436 Menschen offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Diese aktiven Fälle sind den Kommunen wie folgt zuzuordnen: Paderborn (193), Delbrück (62), Borchen (43), Bad Lippspringe (38), Salzkotten (24), Altenbeken (23), Hövelhof (20), Bad Wünnenberg (11), Büren (11), und Lichtenau (11). Am Dienstag hatte der Kreis einen Todesfall und sechs Neuinfektionen gemeldet.

53 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 18 von ihnen intensivmedizinisch. 1591 Menschen befinden sich in Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie sind im Kreis Paderborn 5522 Menschen infiziert worden, 4967 sind wiederum genesen.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie berichtet – für den Zeitraum vom 13. bis zum 19. Januar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 77 (Datenstand 20.1., 0 Uhr.) aus. Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Am Vortag lag er bei 90,6. Es scheinen beim LZG aber noch nicht alle vom Kreis gemeldeten Fälle eingearbeitet worden zu sein. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Paderborner Verwaltung gemeldeten Fällen für denselben Zeitraum, ergibt sich ein Wert von 91,3 und für den Zeitraum 14.-20. Januar ein Wert von 93,3.

20. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

20. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Impfungen

Nordrhein-Westfalen muss die Corona-Impfung in Seniorenheimen und Krankenhäusern bis zum 31. Januar einstellen. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen wurden Ärzte und Krisenstäbe am Dienstagabend vom NRW-Gesundheitsministerium darüber informiert, dass keine Impfdosen mehr zur Verfügung stünden. Als Grund wurden Lieferschwierigkeiten genannt. Menschen, die bereits eine erste Impfung bekommen haben, sollen aber auch die zweite erhalten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe hatten dafür in NRW entsprechende Dosen zurückgestellt.

Die angekündigte Terminvergabe für die Über-80-Jährigen beginnt nach Angaben der Kreis-Verwaltung aber wie geplant am Montag , 25. Januar. Die Impfzentren in NRW öffnen aufgrund der zeitlich verzögerten Impfstofflieferungen dann am Montag, 8. Februar. Die rund 17.400 Über-80-Jährigen im Kreis Paderborn haben also unverändert die Möglichkeit, ab kommender Woche über die kostenlose Rufnummer 0800/11611702 und www.116117.de einen Termin fürs Impfzentrum in Salzkotten zu vereinbaren. Die ersten dürften bereits die Anschreiben des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann und des Paderborner Landrat Christoph Rüther in ihrem Briefkasten haben. Damit die Schutzimpfung ihre volle Wirksamkeit entfaltet, ist eine zweite Impfung erforderlich. Wer sich anmeldet, erhält deshalb gleich zwei Impftermine im Abstand von etwa drei Wochen.

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Dienstag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Dienstag, 19. Januar, 4642 (Vortag: 4642) Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2145 (2145) Heimbewohner (46 Prozent) und 2497 (2497) Angehörige von Pflegeberufen (54 Prozent). Die Folgeimpfung haben bisher 102 Menschen erhalten, davon 71 Heimbewohner (70 Prozent) und 31 Angehörige von Pflegeberufen (30 Prozent): www.corona-kvwl.de/impfbericht.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7775934?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851060%2F
NRW holt alle Schüler schrittweise zurück
NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).
Nachrichten-Ticker