Umweltprojekt des Hobby-Insektenforschers Gerhard Badtke in der Wald-Kita Buke
Von diesem Falter schwärmen Kinder

Buke (WB). Im Waldkindergarten Buke sind die Kinder nah an der Natur und entdecken spielerisch und mit Freude viele Zusammenhänge, die anderen Kindern verborgen bleiben. Kurz vor den Sommerferien hatten sie noch ein Erlebnis, das ihnen sicher für immer in Erinnerung bleiben wird.

Freitag, 03.07.2020, 09:09 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 09:12 Uhr
Ligusterschwärmer wie dieses Exemplar erreichen die Flügelspannweite eines Sperlings. Im Waldkindergarten Buke durften die Kinder den Nachtfalter auf die Hand nehmen. Foto: Kurt Blaschke

Zwei Jahre brauchte der Hobbyentomologe (Insektenforscher) Gerhard Badtke aus Altenbeken, um aus einem Weibchen des Ligusterschwärmers in nur zwei Generationen hundertfachen Nachwuchs zu züchten. Dieser in Deutschland verbreitete Nachtfalter erreicht die eindrucksvolle Flügelspannweite eines Sperlings. Weil er jedoch erst nach 22 Uhr fliegt, bekommt man ihn selten zu Gesicht.

Echte Neugier und Begeisterung

Vor mehr als 40 Jahren entdeckte Gerhard Badtke seine Liebe zu den Insekten, sammelte Erfahrung, tauscht sich mit Fachleuten seiner Zunft aus und gibt sein Wissen und die Ergebnisse seiner Forschung an Studierende und Schüler weiter. Angetan haben es ihm jedoch die Jüngsten, und so ist er seit Jahren ständiger Gast in den Kindergärten Altenbekens. Hier trifft er noch auf echte Neugier und Begeisterung.

So auch aktuell mit den Ligusterschwärmern. Regelmäßig trug er die tragbare Voliere reihum in die Kindergärten, und so konnten die Kinder erleben, wie aus etwa 20 Eiern des ersten Falters zehn Zentimeter lange und einen Zentimeter dicke haarlose Raupen heranwuchsen, die sie auch noch auf ihren Händchen krabbeln lassen durften.

Suche gestaltet sich zunehmend schwieriger

Wie schon im vergangenen Jahr schenkte Gerhard Badtke den Kindergärten erneut Raupen von an Brennnesseln fressenden Tagpfauenaugen, deren Entwicklung sie beobachten können und die sie fliegen lassen dürfen. Die Suche gestaltet sich zunehmend schwieriger, weil unter anderem durch die Pflegemaßnahmen der Wegränder und die häufig exzessive Nutzung der Ackerflächen die Futterpflanzen der ehemals Allerweltsarten weniger werden. „Ich wünsche mir daher die Erkenntnis, dass auch sogenanntes Unkraut an Wegrändern für die Natur äußerst wichtig ist“, appelliert Gerhard Badtke. Bei den Kindern der Buker Kita stößt er mit diesem Anliegen auf offene Ohren.

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