Schützenplatz Buke soll ein Wohnmobilstellplatz werden
„Das Gelände ist sehr gut geeignet“

Buke (WB). Die Gemeinde Altenbeken möchte ihr touristisches Angebot erweitern und Wohnmobilisten für einen Kurzurlaub vor Ort begeistern. Immer wieder erreichen die Eggegemeinde nämlich Anfragen nach einem solchen Stellplatz. Nur gibt es bisher keinen. Das möchte die Verwaltung ändern und den Schützenplatz Buke außerhalb der Vereinsfestivitäten als Wohnmobilstellplatz nutzen.

Donnerstag, 25.06.2020, 09:34 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 09:36 Uhr
Der Schützenplatz in Buke ist außerhalb der Vereins-Festivitäten ungenutzt. Das soll sich auf Wunsch der Verwaltung ändern, die einen Stellplatz für Wohnmobile plant. Foto: Oliver Schwabe

Schützen, Verwaltung und Politik sind sich über die Eckpunkte einig, wie Bürgermeister Hans Jürgen Wessels auf Anfrage mitteilt. Jetzt sollen die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Mit der dafür nötigen 1. Änderung des Bebauungsplans beschäftigt sich an diesem Donnerstag der Altenbekener Rat (18 Uhr, Aula des Schulzentrums).

Ausreichend Stellfläche, gute Anbindung

Der Gemeindeentwicklungs- und Tourismusausschuss hatte bereits im März 2019 das Vorhaben diskutiert und den Schützenplatz Buke als idealen Standort ausgemacht. Dafür spricht aus Sicht des Ausschusses nicht nur, dass der Platz außerhalb der Schützenfestivitäten den Großteil des Jahres leer steht. Zudem biete er ausreichend Stellfläche, sei über die B64 und die Schwaneyer Straße (L828) gut angebunden, übe keine störenden Immissionen auf Nachbarnutzungen aus und biete direkten Zugang zum touristisch bedeutsamen Viadukt-Wanderweg. „Das Gelände ist sehr gut geeignet. Die Erschließung mit W-Lan und Wendeplatz ist möglich“, sagt Bürgermeister Hans Jürgen Wessels.

Der Platz wird nicht zugebaut.

Marion Wessels

Die Verwaltung plant mit acht Stellplätzen, die jeweils mit einer Ver- und Entsorgungssäule ausgestattet werden sollen, erläutert Tourismus-Chefin Marion Wessels: „Der Platz wird nicht zugebaut. Die Edelstahlsäulen werden an den Rand platziert, so dass sie für die Schützen keine Beeinträchtigung mit sich bringen.“ Während des Schützenfestes sollen die Säulen mit einer Abdeckung überzogen werden und sind so „kaum sichtbar“, wie Marion Wessels berichtet. Der Stellplatz für das Schützenzelt bleibe unangetastet. Stationäre sanitäre Anlagen für die Nutzer sind nicht geplant. „Heutige Wohnmobile sind völlig autark. Mit den Versorgungssäulen bieten wir aber aktuelle Standards“, erläutert die Fachbereichsleiterin Bürgerservice.

Für die Umsetzung und die Belegung des Wohnmobilstellplatzes ist die Gemeinde verantwortlich, die dafür den Platz von den Schützen pachtet. Vorab werde genau festgelegt, in welchem Zeitraum der Platz dem Verein uneingeschränkt zur Verfügung stehe.

Start zur neuen Saison?

Wann es soweit ist und die ersten Wohnmobilisten auf dem Schützenplatz stehen könnten, ist noch völlig offen. „Zeitlich ist das Ganze schwer zu fassen. Wir hoffen, dass wir zur neuen Saison im kommenden Jahr starten können“, gibt Marion Wessels eine vorsichtige Prognose. Der nächste Schritt sind die Änderungen des Bebauungs- und des Flächennutzungsplanes, die im Parallelverfahren durchgeführt werden sollen.

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