Infotafeln erinnern an historische Ereignisse in Buke
Gegen das Vergessen

Altenbeken-Buke (WB). Auf Initiative von Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff und mit tatkräftiger Unterstützung des Ortschronisten Hans Norbert Keuter und Franz-Josef Bannenberg der St.-Dionysius-Schützenbruderschaft Buke sind jetzt an drei markanten und historischen Plätzen Infotafeln aufgestellt worden. Diese erinnern an besondere Gegebenheiten des vergangenen Jahrhunderts.

Montag, 22.06.2020, 16:58 Uhr aktualisiert: 22.06.2020, 17:02 Uhr
Udo Waldhoff, Hans Norbert Keuter und Franz-Josef Bannenberg (von links) haben das Projekt „Infotafeln“ in die Wege geleitet und umgesetzt. Auf dieser Tafel wird an die Neugestaltung des Dorfplatzes im Jahr 1981 erinnert. Foto: Hans-Josef Lübbemeier

Eine Infotafel ziert den heutigen zentralen Dorfmittelpunkt. Im Jahre 1981 wurde nach Abriss des Hauses Salmen der komplette Dorfplatz nach den Plänen von Bernhard Hoischen, ehemaliger Tambourmajor der Buker Husaren, neu aufgestellt und ein Fachwerk errichtet. Letzteres wurde nach Plänen des ehemaligen Vorsitzenden der 8. Husaren Buke und späteren Schützenoberst Josef Tofall von der Buker Tischlerei Anton Leniger erstellt.

Verheerender Bombenangriff

Eine weitere Tafel wurde in der heutigen Freizeitanlage Am Springe in der Nähe eines Gedenksteins aufgestellt, wo früher in unmittelbarer Nähe das Haus Striewe, später Haus Klenke, gestanden hat. Sie soll an eine furchtbare Katastrophe zum Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Der damalige Ortschronist, Lehrer Karl Schaffmeister, und der damalige Pfarrer Friedrich Sarrazin berichteten in der Chronik Folgendes: „Am Sonntag, 26. November 1944, um die Mittagszeit nach dem Hochamt sind in der Nähe der Bahnlinie Altenbeken/Kassel 14 Personen durch Bombenabwürfe ums Leben gekommen.“

Diese Tafel erinnert an die Opfer des Bombenangriffs am 26. November 1944.

Diese Tafel erinnert an die Opfer des Bombenangriffs am 26. November 1944. Foto: Hans-Josef Lübbemeier

Die dritte Infotafel wurde an Bukes ältester historischer Stätte „Der Eichborn“ aufgestellt. Mit dem Wort Eichborn ist im dörflichen Sprachgebrauch – neben dem so genannten Quellsprung – auch ein 150 Meter langer alter Hohlweg gemeint. Nach Überlieferung war dieser der erste Weg im mehr als 1000-jährigen Egge- und Kirchdorf Buke. Bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde dieser Weg von den Ackerbauern befahren, um Wasser für das Vieh zu schöpfen und zur Feldarbeit zu kommen.

Im Jahr 2001/2002 wurde die alte Wasserstelle im historischen Kern des Dorfes reaktiviert. In diesem Zusammenhang wurde in beispielhafter Eigenleistung eine Mariengrotte errichtet, unter der Leitung des damaligen Ortsheimatpflegers Heinrich Bölte. Die Pflege des Eichborns und der Mariengrotte liegt bei den Schützenbrüdern der Westkompanie.

Ermöglicht wurde das Aufstellen der Infotafeln durch finanzielle Unterstützung des Landes NRW in Form eines Heimatschecks und durch Arbeiten in Eigenleistung.

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