Christdemokraten beklagen Verfall des einstigen Aushängeschildes – Vorstoß in Düsseldorf geplant
CDU nimmt Bahnhof Altenbeken in den Fokus

Altenbeken (WB). Es ist ein trostloses Bild: undichte Dächer, stillgelegte Gleise, das Bahnhofsgebäude weitestgehend verschlossen und dem Verfall überlassen. „Früher war er einmal ein Aushängeschild für unsere Gemeinde, aber davon ist nicht mehr viel zu sehen“, kommentiert Matthias Möllers den Zustand des Bahnhofs in der Eggegemeinde. Zusammen mit Matthias Goeken, Landtagsabgeordneter der CDU und Mitglied des Verkehrsausschusses, nahm Möllers den Bahnhof in Augenschein.

Donnerstag, 21.05.2020, 15:00 Uhr
Matthias Möllers (links) von der CDU Altenbeken und Matthias Goeken, Verkehrsexperte im Düsseldorfer Landtag, besichtigen den Bahnhof von Altenbeken. Foto: WB

Als kleiner Lichtblick konnte immerhin die neu gestaltete WC-Anlage vermerkt werden, die demnächst in Betrieb geht und die Dixi-Klos ablöst, die mehr als ein Jahr als Übergangslösung dienten. Während die Deutsche Bahn Gleise und Bahnübergänge durchaus in Stand hält, passiert am Gebäude nichts mehr. „Ich hoffe, dass wenigstens die undichten Dächer über den Bahnsteigen einmal saniert werden, damit die Reisenden nicht auch noch nass werden, wenn Sie hier auf ihren Zug warten“, so Möllers. Matthias Goeken versprach, das Thema mit nach Düsseldorf zu nehmen und zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass hier Abhilfe geschaffen werden könne.

Bahnhofsgebäude steht seit langem zum Verkauf

Das Bahnhofsgebäude selbst steht seit langem zum Verkauf. „Aber das Interesse scheint sich wohl in Grenzen zu halten. Vermutlich ist die Gesamtsituation des Gebäudes mit der Lage zwischen den Gleisen, ohne eigene Parkplätze, für private Investoren einfach nicht attraktiv. Ich könnte mir an der Stelle vielleicht einen Verwaltungsstandort vorstellen, wenn die Rahmenbedingungen verbessert werden und wesentliche Bundes- oder Landeszuschüsse gewährt würden“, so Möllers.

Die Parkplatzsituation am Bahnhof war häufig Thema im Rat der Gemeinde. Zuletzt hatte man eine Neuordnung der Parkplätze am Bahnhof beschlossen, die aber nur wenig mehr Parkraum schafft. Somit parken Pendler weiterhin vor dem Bahnhof und in den Straßen in der Nähe, was bei den Anwohnern teilweise für Unmut sorgt. Möllers dazu: „Ich kann mir vorstellen, dass stillgelegte Gleise am Bahnhof in Parkflächen umgewandelt werden, es ist eigentlich genug Fläche da.“ Einig darüber, dass der Bahnhof Altenbeken ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und somit ein wichtiger Baustein der zukünftigen Mobilität in der Region ist, verabredeten Goeken und Möllers, das Thema intensiv weiter zu verfolgen.

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