CDU-Befragung: Bürger wünschen sich bessere ÖPNV-Anbindung
Schwaneyer wollen Anschluss

AltenbekenSchwaney (WB/per). Ist eine Busverbindung zwischen Schwaney und Dahl sinnvoll? Dieser immer wieder gestellten Frage im Altenbekener Ortsteil Schwaney sind die CDU-Kandidaten für die Kommunalwahl jetzt intensiv nachgegangen. Das Ergebnis: Die große Mehrheit der Schwaneyer Bürger wünscht sich diese Verbindung und würden sie auch nutzen.

Samstag, 02.05.2020, 09:00 Uhr
Christina Böddeker, Hermann Striewe, Matthias Stiewe und Stefan Lütkemeier (von links) – allesamt Schwaneyer Ratskandidaten bei den Kommunalwahlen im September – machen sich für eine besser Anbindung des Altenbekener Ortsteils an den ÖPNV stark.

Zurzeit wird Schwaney von der „go on“-Gesellschaft für Bus- und Schienenverkehr bedient. Dabei werden alle Ortschaften im Großraum Altenbeken, Bad Driburg, Neuenheerse und Willebadessen über das Drehkreuz Buke-Hühnerfeld erschlossen. Das Drehkreuz hat den Vorteil, dass eine stündliche Verbindung von und nach Paderborn sichergestellt werden kann. Allerdings beträgt die Fahrzeit für die einfache Strecke etwa 50 Minuten. „Im Laufe der Jahre“, sagt Ortsvorsteher Hermann Striewe, „sind immer wieder Schwaneyer mit dem Wunsch an mich herangetreten, für eine Verkehrsanbindung von und nach Dahl und damit eine Verkehrsanbindung an den Padersprinter einzutreten.“

Verkehrsunternehmen gibt sich offen

Dieses Anliegen haben die CDU-Kandidaten vor einiger Zeit bei „go on“ vorgetragen. Die Geschäftsleitung der Gesellschaft hätte sich diesem Wunsch offen gegenüber gezeigt, so Striewe. Allerdings sollte das Begehren auf Basis einer Umfrage konkretisiert werden. Deshalb waren alle Haushalte in Schwaney aufgefordert, sich an dieser Umfrage zu beteiligen. „Der Rücklauf der Befragung“, sagt Stefan Lütkemeier, „hat uns schon positiv überrascht. Von den angeschriebenen fast 800 Haushalten haben sich 209 an der Aktion beteiligt.“ Die Resonanz war deutlich: Durchgehend hätten sich alle Haushalte positiv für eine Anbindung nach Dahl ausgesprochen. Die Schwaneyer würden diese Anbindung gerne für die Fahrt zur Arbeit, Schulweg und Arztbesuche nutzen.

Deutlich schneller zur Uni

„Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Anbindung an die Uni Paderborn. Die Fahrstrecke beträgt dann nur noch etwa 14 Kilometer und wäre somit deutlich schneller zu bewältigen als über das Drehkreuz Buke“, sagt Matthias Stiewe. Und Christina Böddeker ergänzt: „Mit dieser Verbindung könnten wir für viele Studenten eine echte Alternative gegenüber dem Wohnungsmarkt in Paderborn anbieten.“ Darüber hinaus würden viele Schwaneyer diese Anbindung auch für Abendveranstaltungen nutzen. Vielfach sei eine Rückfahrt von Paderborn bislang nur mit dem Privatauto oder mit dem Taxi möglich.

„Dieses Ergebnis werden wir jetzt der ‚go on‘-Geschäftsführung übermitteln, und wir hoffen, die Rahmenbedingungen über eine mögliche Fahrstrecke von Schwaney nach Dahl prüfen zu können“, verspricht Hermann Striewe.

Weitere Umfragen in Altenbeken und Buke

Ein Stimmungsbild wurde im Zuge der Befragung auch zu der bestehenden ÖPNV-Anbindung eingeholt. Die häufigsten Kritikpunkte waren demzufolge die Dauer der Fahrzeit, das Drehkreuz Hühnerfeld, das mit einem Umstieg in einen anderen Bus verbunden ist, zu hohe Ticketpreise und die geringe Vertaktung.

In diesem Zusammenhang will die CDU bei „go on“ auch das Thema bedarfsgerechte Verkehre ansprechen, den sogenannten On-Demand-Verkehr. Dabei werden Bedarfsverkehrsmittel vor allem zu bestimmten Zeiten (Abendstunden, Wochenende) eingesetzt oder dann, wenn nur wenige Fahrgäste unterwegs sind. Dieses Angebot dient als Ergänzung des am Tag üblichen Linienverkehrs. Der CDU-Gemeindeverband hat auch in den Ortschaften Altenbeken und Buke eine Befragung zu dem Dienstleistungsangebot gestartet. Die Ergebnisse sollen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls bekannt gegeben werden.

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