Big Band der Bundeswehr glänzt beim Jubiläum des Bahn-Orchesters Altenbeken Ein Hauch von Hollywood

Altenbeken (WB). Erstklassige Swing- und Jazzmusik, weltbekannte Filmtitel und eine aufwändige Bühnenshow machten den Auftritt der Big Band der Bundeswehr anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Bahn-Orchesters Altenbeken zu einem einmaligen Abend in der Eggelandhalle.

Von Nicole von Prondzinski
Die 24 Musiker der Bundeswehr unterhielten 900 Besucher in der Eggelandhalle mit bekannten Melodien aus populären Filmen.
Die 24 Musiker der Bundeswehr unterhielten 900 Besucher in der Eggelandhalle mit bekannten Melodien aus populären Filmen. Foto: Nicole von Prondzinski

»Das Schönste kommt zum Schluss.« Mit diesen Worten eröffnete Ferdinand Heinekamp, Vorsitzender des Bahn-Orchesters, das Konzert zum Abschluss des Festjahres mit zahlreichen Veranstaltungen. Durch das kurzweilige Programm mit dem Schwerpunkt Filmmusik führte Oberstleutnant Timor Oliver Chadik, der seit 2015 Bandleader der Formation ist.

Die Instrumentalisten präsentierten sich in Uniform und stiegen mit ihrem eigenen Stück »Eight PM« aus dem neuen, gleichnamigen Album ein. Trotz Uniform gehörte keine Marsch- und Orchesterliteratur zum aufgeführten Repertoire der Big Band. Stattdessen boten sie bekannte Stücke aus den Genres Swing, Rock und Pop.

Medley aus Filmmusik von Henry Mancini

Mehr als 900 Besucher strömten zum Konzert in die Eggelandhalle. Dank moderner Ton- und Lichttechnik konnten auch die Zuschauer in den letzten Reihen den Abend genießen. Über eine LED-Wand hinter den Musikern wurden live aufgenommene Nahaufnahmen, passende Stimmungsbilder oder Filmausschnitte abgespielt. Bereits im ersten Medley aus Filmmusik von Henry Mancini zeigten die Bandmitglieder bei Stücken wie »Moonriver« und »Pink Panther«, dass sie auch als Solisten viel zur außergewöhnlichen Reputation der Formation beitragen.

Als die drei Sänger Jemma Endersby, Susan Albers und Marco Paulo Matias zu einem Moulin-Rouge-Potpourri auf die Bühne kamen und Lieder wie »Diamonds are a Girls Best Friends« oder »Hey, Soul Sister« mit ihren starken Stimmen und der tänzerischen Leistung untermalten, wurde die Bühnenshow vollkommen. Die 24 Profimusiker verbindet spürbar Spielfreude, und sie bilden eine echte Einheit.

Die Big Band der Bundeswehr ist über die Grenzen hinaus bekannt und spielte bereits vor dem Papst und US-Präsidenten. Mit ihrer Version von »Viva Mexico« und Sombreros auf den Köpfen der Solisten brachten sie etwas von ihrer Internationalität mit in die Eggelandhalle und dadurch auch Abwechslung ins Programm.

Dirigent zuckt zusammen

Stets professionell und mit einem Lächeln führte Dirigent Chadik durchs Programm, bis er vom Altenbekener Publikum sichtlich überrascht wurde. Nach einem Medley von Whitney Houston, in dem Sängerin Susan Albers die Zuhörer mit ihrer Stimme bei »One Moment in Time« überzeugte, kündigte der Oberstleutnant als letztes Stück »Music Is The Answer« (Danny Tenaglia) an, woraufhin die Gäste mit lautem Bedauern reagierten. Der Dirigent zuckte merklich zusammen und beschwichtigte das Publikum mit einer gefühlvollen Zugabe: »Hallelujah« von Leonard Cohen.

Doch zuvor wurde es noch einmal unruhig auf der Bühne. Etwa 50 Musiker des Bahn-Orchesters gesellten sich für ein Gruppenfoto zu den 24 Profimusikern auf die Bühne. Die Big Band spielt seit jeher ohne Gage. Zum Hundertjährigen des Bahn-Orchesters wurde dies als Gelegenheit genutzt, um ein Benefizkonzert für die musikalische Ausbildung von Jugendlichen im Bereich der Blas- und Orchestermusik zu veranstalten.

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