Heimat- und Geschichtsverein Altenbeken enthüllt Stein auf Rehberg
Gedenken an Absturz

Altenbeken (WB/bel). Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Altenbeken engagiert sich seit zehn Jahren in der Heimatpflege und Erinnerungskultur. Zum Tag des Denkmals am 8. September wird vom Verein am Rehberg ein Gedenkstein übergeben, der an den Absturz eines amerikanischen Transportflugzeuges im humanitären Einsatz erinnern soll, bei dem es fünf Tote gab.

Dienstag, 03.09.2019, 09:35 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 09:38 Uhr
Eine Douglas DC-3 wie hier bei einem Besuch auf dem Paderborner Flughafen im Juni stürzte am 13. April 1945 beim Rehberg in Altenbeken ab. Foto: dpa/Guido Kirchner

13. April 1945: Ein amerikanisches Geschwader mit 14 Douglas C-47 Transportflugzeugen, die einige Jahre später bei der Berliner Luftbrücke auch den Namen »Rosinenbomber« erhielten, brachte vom Flughafen Dreux bei Paris Benzinkanister nach Hildesheim. Auf dem Rückflug sollten dann amerikanische Verwundete mitgenommen werden, deshalb war an Bord der am Rehberg bei Altenbeken abgestürzten Maschine auch eine Krankenschwester. Die 14 Transportflugzeuge waren bereits im westfälischen Luftraum, als sie aufgrund des schlechten Wetters den Befehl erhielten, in Paderborn zwischenzulanden. Zwei Flugzeuge folgten diesem Befehl nicht, eines stürzte bei Holzminden ab, das andere zerschellte auf dem Rehberg. Die Absturzstelle lag etwa 300 Meter nördlich der Rehberghütte im Wald. Fünf der sechs Besatzungsmitglieder starben, darunter auch die mitgeflogene Krankenschwester. Nur der Funker überlebte den Absturz. Die Getöteten wurden auf dem amerikanischen Kriegerfriedhof Margraten in den Niederlanden beigesetzt.

Pflege eienr zeitgemäßen Erinnerungskultur

Zum zehnjährigen Bestehen des Heimat- und Geschichtsvereins möchte der Verein dieses Jubiläum mit einem besonderen Projekt würdigen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, besondere Orte und Ereignisse der Geschichte Altenbekens im Gedächtnis zu bewahren. Die Aufstellung eines Gedenksteines bei der Absturzstelle betrachtet der Verein als einen Betrag zur Pflege einer zeitgemäßen Erinnerungskultur mit Blick auf die Zukunft. Das Projekt selbst wurde gefördert mit Mitteln des Heimat-Schecks NRW.

US-Generalkonsulin Fiona Evans ist Ehrengast

Die Übergabe des Gedenksteines findet am Sonntag, 8. September, um 15 Uhr an der Rehberghütte (L 755) statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Prof. Hans Walter Wichert und Grußworten unter anderem von Bürgermeister Hans Jürgen Wessels folgen Erläuterungen des Historikers Norbert Ellermann zum Ereignis. Ehrengast bei der Feierlichkeit wird die US-Generalkonsulin Fiona Evans sein. Nach der Enthüllung des Gedenksteins ist eine Einkehr im Gasthaus Friedenstal vorgesehen. Der HGV lädt zur Veranstaltung alle Mitglieder und Bürger ein.

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