Acht Vereine mit 1000 Mitgliedern schließen sich zusammen
Ein Zelt für ganz Buke

Buke (WB). Buke hat viele Vereine, aber keine Dorfhalle oder ein Gemeinschaftshaus. Für jedes Vereinsfest muss deshalb ein großes Zelt gemietet werden. Über den Heimatfond des Landes wollen sich die Vereine jetzt aber ein neues Zuhause für alle anschaffen.

Donnerstag, 06.06.2019, 12:00 Uhr
Der schön in der Landschaft gelegene Schützenplatz in Buke dürfte auch Hauptstandort für das Veranstaltungszelt der Vereine sein. An diesem Platz sollen später auch die Wohnmobilplätze für die Gemeinde Altenbeken entstehen. Foto: Oliver Schwabe

»Ob für den Volkslauf des TSV, für das Konzert der Buker Husaren oder ein Sommerfest der Frauengemeinschaft und die EGV-Feier zum Tag des Baumes, wir mussten immer für einige hundert Euro dann ein Zelt anmieten, bedauert auch Udo Waldhoff, Vorsitzender des Dachvereins Bürger und Vereine für Buke das Fehlen einer größeren Halle, die von allen Vereinen des Dorfes mit seinen 2200 Einwohnern genutzt werden kann.

Gesamtkosten betragen etwa 31.000 Euro

In einer gemeinsamen Sitzung beschlossen dann die Vereinsspitzen, diese »Obdachlosigkeit« aufzugeben und ein großes Zelt für alle anzuschaffen. Die Gesamtkosten betragen etwa 31.000 Euro. Das Land fördert bei dem Projekt über den Heimatfond 50 Prozent, 40 Prozent müssen die Vereine tragen und zehn Prozent die Gemeinde selbst.

Im Rathaus der Gemeinde stieß der gemeinschaftliche Vorstoß der acht Vereine auf uneingeschränkte Zustimmung, und so empfiehlt der Bürgermeister für die nächste Sitzung des Hauptausschusses ein klares Votum für diesen Antrag beim Land.

Vom Grundsatz ist bereits klar, dass dieses Zelt mit einer Fläche von 200 Quadratmetern nicht für kommerzielle Zwecke zur Verfügung stehen wird, sondern ausschließlich für Vereinsaktivitäten. Neben dem Zelt an sich mit Gesamtkosten von etwa 26.000 Euro sind bei der Anschaffung auch 100 Stühle und 15 Tische vorgesehen.

Festes Team kümmert sich um Auf- sowie Abbau

Im Vorfeld hat die Buker Vereinsgemeinschaft bereits abgeklärt, dass sich ein festes Team um Auf- sowie Abbau des Zeltes kümmern wird. Gleichzeitig unterstrichen die Vereinsvorsitzenden auch, dass der heimischen Gastronomie hierdurch keine Konkurrenz entstehen darf.

Als Standort der meisten Feste und damit auch des Zeltes kristallisiert sich aufgrund der Lage der Schützenplatz heraus. Zum Schützenfest selber mietet die Bruderschaft aber auch künftig gesondert ein Zelt mit einer Fläche von 600 Quadratmetern an.

»Wir wollen damit gemeinschaftlich einfach eine Lücke im bestehenden Angebot schließen« sagt Waldhoff. Im Gegensatz zu anderen Förderprogrammen wie dem »Heimat-Scheck« muss die Gemeinde den Förderantrag stellen.

Im vergangenen Jahr hatten die neun Buker Vereine bereits versucht, gemeinschaftlich solch einen »Heimat-Scheck« über jeweils 2000 Euro zu beantragen. »18.000 Euro wären ja auch eine Menge Geld gewesen«, erzählt Waldhoff zum ersten Vorstoß. Doch der Antrag blieb in der Bewilligungs-Pipeline stecken, und so schloss man sich zu der Heimatfond-Gesellschaft in Verbindung mit der Kommune zusammen.

Festen ein neues Dach über dem Kopf geben

Mit dem Zelt möchte die Vereinsgemeinschaft zahlreichen Festen ein neues Dach über dem Kopf geben: so für den Festkommers und das Waldfest der Husaren, für das Sportfest des TSV Buke, Vereinsjubiläen der Frauengemeinschaft, Tag der offenen Tür der Feuerwehr oder die Übergabe von Fahrzeugen für die Malteser und die Feuerwehr. Auch die Schützen mit ihren 400 Mitgliedern würden für ihr Sommerfest gerne auf dieses Zelt zurückgreifen.

Im Herbst wird es voraussichtlich auch ein Votum der Schützenbruderschaft für die Errichtung von bis zu zehn Wohnmobilplätzen in Buke auf dem Schützenplatzareal geben. Derzeit laufen hier die Planungen, damit auch in Altenbeken ein entsprechendes Angebot für reisefreudige Egge-Besucher angeboten werden kann. Der Schützenplatz mit seinen mehr als 10.000 Quadratmetern ist dafür und auch als Standort für ein Vereinszelt aufgrund der Lage bestens geeignet.

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