Ausschuss gibt grünes Licht für Planung einer Wasserlandschaft in Buke
Aus Dornröschenschlaf wecken

Altenbeken (WB). Vom hässlichen Entlein zum strahlenden Schwan? Für diese Verwandlung der Teichanlage »Am Spring« in Buke hat jetzt der Bauausschuss der Gemeinde Altenbeken den Grundstein gelegt. Er stimmte der Planung einer Wasser-Erlebnis- und Spiellandschaft zu. Allerdings hängt die Umsetzung des Vorhabens von der Finanzierung ab.

Samstag, 06.04.2019, 05:18 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 10:10 Uhr
Derzeit präsentiert sich die Teichanlage »Am Spring« in Buke wenig attraktiv. Durch eine neue Gestaltung, Spielgelegenheiten und eine Renaturierung der Gewässer soll der Bereich in ein Naherholungsgebiet verwandelt werden. Foto: Matthias Wippermann

Seit 2017 laufen ganz konkrete Überlegungen, wie die mehr als 45 Jahre alte und unattraktiv gewordene Teichanlage ökologisch aufgewertet werden kann. Mit der Planung wurde das Büro Berger in Bad Sassendorf betraut. Inhaber Hans-Joachim Berger stellte am Donnerstagabend im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde einen Entwurf vor, wie die beiden Gewässer, die unter anderem von der Beke gespeist werden, als Naherholungsgebiet gestaltet werden können.

Grobe Kostenschätzung: 218.000 Euro

Berger sprach in diesem Zusammenhang von einem Gelände, »das vom Potenzial her fantastisch ist«. Er unterteilte das Vorhaben in drei Bereiche: die Herstellung der Durchgängigkeit der Beke in diesem Abschnitt, die Anlage des einen Teiches als Biotop und schließlich die Aufwertung des anderen Teichs als Spiel- und Erlebnislandschaft. Letzteres könne zum Beispiel durch mechanische Wasserspiele, die Verlegung von Natursteinen auch als Trittfurten durch das Wasser sowie durch die Errichtung eines Holzpavillons geschehen. Auch ein Kneippbecken sei denkbar.

Geplant ist, einen Teich in eine Spiel- und Erlebnis-Landschaft umzuwandeln. Dazu beitragen sollen neben Trittsteinfurten durch das Gewässer auch durch Muskelkraft angetriebene Wasserspiele.

Geplant ist, einen Teich in eine Spiel- und Erlebnis-Landschaft umzuwandeln. Dazu beitragen sollen neben Trittsteinfurten durch das Gewässer auch durch Muskelkraft angetriebene Wasserspiele.

Auf ausdrückliche Zustimmung stößt das Projekt bei der Vereinsgemeinschaft Buke, die in die Planungen einbezogen worden ist. Ortsheimatpfleger Udo Waldhoff: »Für uns Buker ist das Vorhaben eine Herzensangelegenheit und absolut positiv.«

Als erste »grobe Kostenschätzung« nannte Bauamtsleiter Thomas Sänger die Summe von knapp 218.000 Euro. Darin enthalten sei aber auch die Renaturierung der Beke in diesem Abschnitt, die nach Angaben Bergers zu 80 Prozent förderfähig sei. »Jetzt geht es für Sie im nächsten Schritt darum, Zuschussmöglichkeiten für die Gestaltung der Teichanlage zu suchen«, sagte Chefplaner Hans-Joachim Berger. Er regte an, auch den Wanderverband als Geldgeber in Betracht zu ziehen, da die Wasserlandschaft an den Viadukt-Wanderweg grenze und entsprechend touristisch vermarktet werden könne.

Einstimmig für die Fortsetzung der Planungen

Der Anregung von Hermann Striewe, die Maßnahme womöglich in verschiedenen Bauabschnitten umzusetzen, mochte Bürgermeister Hans Jürgen Wessels nicht folgen. Er riet davon ab, die Renaturierung der Beke und die Umgestaltung der Teichanlage zu trennen: »Wir sollten mit beidem in die Gespräche für Fördermittel gehen. Sonst wird man uns zu Recht fragen »Was macht Ihr für die Ökologie?« und könnte uns vorwerfen, ausschließlich eine Freizeitanlage finanziert haben zu wollen.« Die Ausschussmitglieder votierten schließlich einstimmig für die Fortsetzung der Planungen.

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