Helmut Möller spielt mit Familienmitgliedern bei Garde-Grenadieren in Altenbeken Generationen mit Musik im Blut

Altenbeken (WB/bel). Musik kann nicht nur im Blut liegen, sie ist sogar vererbbar. Bestes Beispiel ist die Familie Möller aus Altenbeken: 60 Jahre aktiver Musiker und auch im Alter von 72 Jahren noch bei jedem Marsch und Konzert der Garde-Grenadiere dabei ist nicht nur Helmut Möller. Sohn Ralf und Schwiegertochter Tina spielen ebenso mit wie die Enkelinnen Lisa (12) und Leni (9).

Drei Generationen leidenschaftlicher Altenbekener Musiker vor der Kulisse des Viaduktes: Mit 72 Jahren ist Helmut Möller seit 60 Jahren bei den Garde-Grenadieren aktiv. Sohn Ralf mit Schwiegertochter Tina und die Enkelinnen Lisa (links vorn) und Leni, die derzeit noch in der Trompeter-Ausbildung ist, spielen ebenfalls mit.
Drei Generationen leidenschaftlicher Altenbekener Musiker vor der Kulisse des Viaduktes: Mit 72 Jahren ist Helmut Möller seit 60 Jahren bei den Garde-Grenadieren aktiv. Sohn Ralf mit Schwiegertochter Tina und die Enkelinnen Lisa (links vorn) und Leni, die derzeit noch in der Trompeter-Ausbildung ist, spielen ebenfalls mit. Foto: Jörn Hannemann

Für seine 60-jährige aktive Mitgliedschaft wurde deshalb Helmut Möller bei der Jahreshauptversammlung besonders geehrt. »Mit sechs Klassenkameraden sind wir damals im Alter von zwölf Jahren geschlossen zum Spielmanns- und Fanfarenzug Altenbeken marschiert«, erinnert sich der 72-Jährige. Hier erlernte er das Flöte spielen, und dann wurde zunächst die Fanfare sein Instrument. Mit der Gründung der Garde-Grenadiere stieg er schließlich auf die Trompete um. Als waschechter Eisenbahner, der beim Ausbesserungswerk in Paderborn begann und später in Altenbeken Signalmechaniker war, wäre eigentlich der Gang zum Bahnorchester naheliegend gewesen. »Aber damals gab es dort noch nicht die Ausbildungsmöglichkeit«, sagt Möller, und so blieb er dann den Garde-Grenadieren auch treu.

Weit mehr als 1500 Auftritte hat er bisher bestritten

Wie treu, das zeigte sich nicht nur daran, dass er die Trompete bei der Umstellung auf Ventilins­trumente selbst bezahlte. Immerhin damals 600 Mark. »Wenn das komplett über den Verein gelaufen wäre, dann wäre der Verein pleite gewesen«, schmunzelt er. Seine Treue zu den Garde-Grenadieren zeigt sich auch an einer besonderen Zahlenbilanz nach 60 Jahren: Bei den wöchentlichen Proben rangiert der Trompeter seit Jahrzehnten unter den Top 5 der Anwesenheitsliste. »Nur wenn ich mal im Urlaub war, habe ich gefehlt«, sagt er. Weit mehr als 1500 Auftritte hat er bisher bestritten. »Die Messe im Hohen Dom zum Jungschützentag zu Libori war dabei ein ganz besonderes Erlebnis«, blickt der Musiker zurück. Und auch die zahlreichen Fahrten zum holländischen Fanfarenzug in Dongen waren für ihn besondere Erlebnisse.

Eine solche Leidenschaft ging an den Kindern natürlich nicht vorbei. Sohn Ralf mit Ehefrau Tina nebst den beiden Enkelinnen Lisa und Leni sind ebenfalls bei den Garde-Grenadieren aktive Musiker. Bei seiner Tochter, der derzeitigen Altenbekener Schützenkönigin Ulrike Michalowitz, schlug die Begeisterung für die aktive Musik zwar nicht durch, aber dafür wieder bei ihren beiden Töchtern und seinen weiteren Enkelinnen Rica (12) und Sina (14). Die beiden sind derzeit in der Ausbildung zur Querflöte beim Spielmannzug der Königin Kürassiere Altenbeken.

Helmut Möller hat für seine Verdienste etliche Orden bekommen

Dieses Engagement von Helmut Möller, dessen Vater vor dem Kreis auch schon beim Schützenverein als Trommler aktiv war, wurden natürlich mehrfach ausgezeichnet: So wurden ihm der Bataillonsorden, das Silberne Verdienstkreuz, der Silberne und Goldene Verdienstorden der Garde-Grenadiere, der Hohe Bruderschaftsorden sowie im Jahr 2008 das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz verliehen.

Auch für die Eggelandhalle Altenbeken schlug sein Herz. So war er schon vor mehr als 30 Jahren einer der tatkräftigen Antreiber, die diese Halle schließlich verwirklichten. Darüber hinaus hat er in all den Jahren unzählige Stunden in und an der Halle verbracht, um sie in Schuss zu halten.

Aufgrund seiner zahlreichen Verdienste um den Verein wurde Helmut Möller 1994 auch zum Ehrenmitglied der Garde-Grenadiere ernannt.

Die jüngsten Glückwunsche zu seiner 60-jährigen aktiven Vereinszugehörigkeit konnte dann Helmut Möller durch seinen langjährigen Freund und Laudator Heinrich Häger in Empfang nehmen.

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