Fritz Redeker berichtet in seinen Aufzeichnungen über seine Kindheit und Jugendzeit nahe der Kolthoffschen Hofmahlmühle
Als der Butenbohm Strom bekam

Levern -

Dass das heutige Leverner Wahrzeichen einst von Niedermehnen in den Stiftsort umgezogen ist, dürften viele Einheimische wissen. Dass mit der Kolthoffschen Hofmahlmühle einst auch elektrischer Strom erzeugt wurde, ist wohl ein eher unbekannterer Fakt.
Montag, 12.04.2021, 01:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 12.04.2021, 01:00 Uhr
So sieht sie heute aus: Die historische Mühle, die 1923 auf dem Hof der Niedermehner Landwirtsfamilie Kolthoff gebaut wurde. Im Jahr 1980 zog sie an ihren heutigen Standort um, wo sie zum beliebten Ausflugsziel geworden ist.
Mit der Geschichte des Galerie-Holländers war der 2006 verstorbene Fritz (Friedrich) Redeker bestens vertraut. Schließlich hat der 1913 geborene Leverner den Bau miterlebt, als Schneider in direkter Nähe der Mühle gearbeitet und einiges unter deren Flügeln erlebt. „Er hat sich sehr in örtlichen Vereinen und der Dorfgemeinschaft engagiert“, weiß Friedrich Klanke, Vorsitzender des Mühlenvereins. „Er war 32 Jahre lang Vorsitzender des Reichsbundgruppe, heute Sozialverband, und in der Versehrtensportgemeinschaft, heute BSG Levern, aktiv.“ Schon vor 15 Jahren übergab er dem heutigen Mühlenvereinsvorsitzenden einen Text, in dem er von seinen Erinnerungen rund um die Mühle berichtet. „Es ist ein interessanter Augenzeugenbericht, der unter anderem bestätigt, dass mit der heute kleinsten im Kreisgebiet erhalten gebliebenen Windmühle nicht nur für den Niedermehner Hof der Familie Kolthoff und die unmittelbare Nachbarschaft Getreide gemahlen, sondern auch elektrischer Strom zur Beleuchtung erzeugt wurde“, sagt Klanke, der den Bericht dieser Zeitung zur Verfügung gestellt hat. Mühle bleibt Erinnerung „Diese Mühle bleibt für mich wohl eine Erinnerung für das ganze Leben.“ Mit diesem Satz beginnt Fritz Redeker seine Aufzeichnungen. Im Alter von neun Jahren hat er den Bau der Mühle verfolgt und deren Entwicklung seitdem mit großem Interesse verfolgt. Das lag seiner Einschätzung nach vor allem daran, dass sein Onkel und späterer Lehrmeister, der Schneidermeister Friedrich Vogt, Nachbar von Familie Kolthoff war. „Christian Kolthoff war ein zielstrebiger Bauer und Bürger, der immer gern eigenständig und fortschrittlich sein wollte“, schreibt Redeker.
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