Hanne Graf strickt für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“
Warme Socken für arme Kinder

Stemwede (WB). Wenn bei Hanne Graf die Stricknadeln klappern, ist sie kaum noch zu stoppen. Sage und schreibe 30 Paar Socken und zehn Paar Handschuhe hat die Seniorin jetzt an die Wehdemer Sammelstelle für „Weihnachten im Schuhkarton“ abgegeben. Dort werden die Strickwaren mit vielen anderen Geschenken für bedürftige Kinder gepackt und in die ganze Welt verschickt.

Donnerstag, 05.11.2020, 04:12 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 04:20 Uhr
Zum Stricken macht es sich Hanne Graf gerne gemütlich. Meistens läuft der Fernseher dann im Hintergrund dabei. Foto: Heidrun Mühlke

„Ich habe ja keinen Garten mehr, um den ich mich kümmern muss, darum habe ich jetzt richtig viel Zeit zum Stricken“, sagt die 85-jährige Haldemerin. Ständig ist sie damit beschäftigt, hübsche Socken in vielen verschiedenen Größen, geringelt, mit Norwegermuster oder unifarben herzustellen. „Ich habe schon immer gerne gestrickt“, sagt sie. Früher wurden regelmäßig die Kinder, die Geschwister und ihr Ehemann mit den selbst gestrickten Socken versorgt. „Eigentlich die ganze Verwandtschaft“, erzählt Graf.

Drei Tage für ein Paar Socken

Inzwischen seien die familiären „Aufträge“ weniger geworden, darum beliefert sie verschiedene Stationen. Neben der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ bekommen auch krebskranke Kinder, das DRK und viele mehr die wollig-warmen Handarbeiten von ihr geschenkt. „Die Freude ist immer groß, wenn ich mit meiner Lieferung ankomme“, freut sich die rüstige Seniorin.

Darum investiert sie gerne in ihr Hobby und kauft ständig hübsche Wolle. Für ein Paar Socken in Erwachsenengröße braucht sie ein knappes Knäuel. „Meistens ist dann noch genug Wolle übrig, um ein paar Kindersöckchen zu stricken“, erklärt sie. Ist das Strickteil fertig, werden die Fäden vernäht und das Paar mit einem Schleifchen bezaubernd verziert und zusammengebunden.

Für ein Paar Socken braucht sie ungefähr drei Tage. „Ich stricke meistens beim Fernsehen“, erzählt sie. Je nach Programm schaffe sie mehr oder weniger. „Ist es besonders spannend, klappern die Stricknadeln langsamer“, gesteht sie augenzwinkernd.

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