Gemeinde vermarktet Dielinger Gebiet „Am Linnebach“ ab November
14 weitere Bauplätze entstehen

Stemwede (WB). Die Gemeinde Stemwede beginnt voraussichtlich im November mit der Vermarktung von 14 Wohnbaugrundstücken in der Ortschaft Dielingen. Dies bestätigte Bürgermeister Kai Abruszat auf Anfrage dieser Zeitung. Die Grundstücke im künftigen Baugebiet “Am Linnebach” haben einen Zuschnitt zwischen 600 und knapp 1000 Quadratmetern. „Dielingen ist ein wesentlicher Siedlungsschwerpunkt unserer Gemeinde. Es ist deshalb nur folgerichtig, genau an dieser Stelle interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zur Bebauung in attraktiver Lage zu ermöglichen“ sagte Kai Abruszat. Der Verwaltungschef wies auf die Infrastruktur Dielingens hin. Diese sei mit Geschäften, Einzelhandel, Kreditinstituten, Angeboten im Bereich Sport und Spielplätzen sowie qualifizierter Kindertagesbetreuung außerordentlich gut.

Freitag, 09.10.2020, 05:00 Uhr
Die Vorarbeiten für das neue Baugebiet „Am Linnebach” in Dielingen laufen auf Hochtouren. Foto: Dieter Wehbrink

Boden-Sanierung abgeschlossen

Die Vermarktung der Baugrundstücke hatte sich verzögert, weil es erforderlich war, festgestellte Bodenverunreinigungen abzutragen. Die Verschmutzungen stammen aus der landwirtschaftlichen Vornutzung des Gebietes. Die Sanierung sei jetzt abgeschlossen, sagte Abruszat. Gutachterliche Stellungnahmen hätten die Unbedenklichkeit und Baureife der Fläche eindeutig bestätigt. Deshalb könnten Interessenten speziell in diesem Baugebiet absolut sicher sein, dass es keine Bodenbelastungen gebe.

Aktuell erfolgen auf dem Areal vermessungstechnische Arbeiten, die auch für die Vorbereitung und Durchführung der Erschließungsmaßnahmen notwendig sind. Das gesamte Baugebiet umfasst eine Fläche in einer Größenordnung von knapp 12.000 Quadratmetern und liegt unmittelbar zwischen dem Storchennest in Dielingen und der Gemarkungsgrenze zu Stemshorn. Die Gemeinde Stemwede beabsichtigt – wie zuletzt auch in Haldem im Baugebiet „Auf dem Abendberge”, die einzelnen Grundstücke im Zuge eines transparenten Losverfahrens zu vergeben. Nähere Angaben hierzu werde die Gemeinde Stemwede zeitnah auf ihrer Internetseite veröffentlichen, versprach Abruszat. „Das neu praktizierte Los-Verfahren hat sich für Haldem bewährt, bietet Rechtssicherheit für alle Beteiligten und sorgt für die erforderliche Transparenz bei der Vergabe von Flächen“, sagte der Bürgermeister. Bei der Vergabe in Haldem hatte es wegen der Reservierung der Grundstücke zunächst Unmut bei Kaufwilligen gegeben: Das Interesse an gewissen Bauplätzen war dort groß, so dass die Gemeinde das Reservierungsverfahren zunächst stoppte und eine Verlosung ansetzte. Alle Interessen bekamen trotzdem einen Bauplatz (wir berichteten).

Verkauf aus kommunaler Hand

Als Festpreis für die Dielinger Bauplätze „Am Linnebach” haben die zuständigen Gremien der Gemeinde 75 Euro pro Quadratmeter in voll erschlossenem Zustand festgesetzt. Stemwede setzt bei der Ausweisung von Bauland darauf, die Vermarktung der Grundstücke in kommunaler Hand zu lassen. Das bedeutet: Die Gemeinde kauft die Flächen auf, weist sie aus und verkauft sie an Bauwillige. „Kommunale Baulandentwicklung ist ein wesentliches Steuerungsinstrument unserer Gemeinde”, sagte der Bürgermeister. „Bei Flächen dieser Größenordnung ist es zielführend, wenn wir als Kommune in einem wichtigen Siedlungsschwerpunkt auch eigenständig agieren können.“

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