Kunstrasenplatz in Dielingen wird noch in diesem Jahr bespielbar sein
„Ein Meilenstein für die Gemeinde“

Stemwede (WB). Ein Meilenstein für den TuS Dielingen und gleichermaßen für die ganze Gemeinde Stemwede: am Montagnachmittag trafen sich Vertreter der Gemeinde, der ausführenden Baufirma sowie Vorstandsmitglieder des Sportvereins für den offiziellen ersten Spatenstich des neuen Kunstrasenplatzes auf dem Dielinger Sportgelände.

Mittwoch, 07.10.2020, 02:00 Uhr
Offizieller Spatenstich für den Kunstrasenplatz: (vorn,v.li.) Stephan Sander, Jörn Reddehase, Wilhelm Beneker (Vorstand TuS Dielingen), Christian Eickmeyer, Jörg Bartel (Gemeinde Stemwede), Lennart Lösche, Ursula Schmidt, Tobias Krause und Jürgen Gläscher. Foto: Heidrun Mühlke

Somit ist der Grundstein für attraktiven und zukunftsfähigen Fußballsport gelegt. Das Projekt ist in Rekordzeit umgesetzt worden. Nach der ersten Vorstellung des Konzeptes Ende November 2019, gab es Anfang September dieses Jahres grünes Licht für den Kunstrasenplatz, der auch noch in diesem Jahr fertig gestellt und bespielbar sein soll.

730.000 Euro Kosten

Die Gesamtkosten des Bauprojektes belaufen sich auf 730.000 Euro. Einen erheblichen Anteil, nämlich 370.000 Euro trägt der TuS Dielingen selbst, der Zuschuss aus der Gemeindekasse beläuft sich auf 360.000 Euro.

Nach den Erdarbeiten, dem Abtragen der alten Oberschicht wird die gesamte Fläche planiert und in dem neuen Baugrund eine Dränage gelegt. „Da drauf kommt eine 20 Zentimeter dicke Schottertragschicht, dann 25 Millimeter elastische Tragschicht bevor obendrauf der Kunstrasen mit 40 Millimeter langen Fasern gelegt wird“, erklärte Christian Eickmeyer, Projektleiter beim ausführenden Sportstättenbauer Heiler aus Bielefeld.

Zeitgleich werden die Pflasterarbeiten ausgeführt. „Das übernimmt der TuS Dielingen in Eigenleistung“, erklärte Vereinsvorsitzender Wilhelm Beneker. Ende Oktober soll dann auch die Flutlichtanlage aufgebaut werden und Anfang November wird das Gelände eingezäunt.

In Sachen Umweltverträglichkeit habe man sich, statt Gummi- oder Kunststoffgranulat, für Korkgranulat entschieden. Korkgranulat besteht vollständig aus natürlichem Material.

„Kork ist hochelastisch und sehr druckfest“, erklärt Eikmeyer. „Damit haben wir eine abriebfeste, verschleißarme Lösung gefunden, die höchsten spielerischen Ansprüchen gerecht wird“, machte er deutlich.

Komfortables Spiel

Komfortabel sei das Fußballspielen auf einem Kunstrasenplatz allemal, versicherte Eikmeyer. Gerade hinsichtlich der Verletzungsgefahr seien Verletzungen auf dem Kunstrasenfeld reduziert. Die meisten Verletzungen geschehen durch den Aufprall auf dem Spielfeld. Gerade darum sei hochelastischer Kork das ideale Material, um Stürze abzufedern und Verletzungen zu minimieren. Besonders in trockenen Sommern sei normaler Rasen wesentlich härter als Kunstrasenplätze und die Verletzungsgefahr dort wesentlich höher.

Bei regem Spielbetrieb muss der Rasenplatz regelmäßig aufgebürstet werden, damit die Sportler möglichst lange Freude an der Sportanlage haben. Eigens dafür hat der TuS Dielingen ein Pflegefahrzeug angeschafft, das ähnlich einem Rasentraktor nicht mäht sondern bürstet.

„Der Kunstrasenplatz ist das positive Aushängeschild der Gemeinde Stemwede“, freut sich auch Ehrenvorsitzende des TuS Stemwede, Ursula Schmidt, über den zukunftsorientierten und nachhaltigen Sportplatzbau.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7620045?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516045%2F
Polizei: Gebäude des Robert Koch-Instituts angegriffen
Eine zerbrochene Fensterscheibe und Rußspuren am Gebäude des Robert Koch-Instituts in der General-Pape-Straße im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg.
Nachrichten-Ticker