Der Gemeinde liegen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und des Expertenbüros vor.
Stemwede stärkt seine Spielplätze

Stemwede (WB). Es ist ein Thema, an dem offenbar viele Stemweder großes Interesse haben: An den Workshops zur Entwicklung eines Spielplatzkonzeptes für die Gemeinde beteiligten sich trotz Corona viele Bürger . Allein schon an einer Online-Befragung nahmen 737 Stemweder teil und gaben insgesamt 114 Kommentare ab.

Donnerstag, 01.10.2020, 04:06 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 04:30 Uhr
In schöner Lage am Westruper Freudeneck liegt dieser Kinderspielplatz. Nach einer Bürgerbeteiligung hat das Büro Stadt kinder ein Konzept für alle jetzigen und künftigen Stemweder Kinderspielplätze erstellt. Jetzt berät darüber die Politik. Foto: Dieter Wehbrink

Dieses Fazit zog jetzt Dr. Ing. Peter Apel vom Büro Stadtkinder aus Dortmund. Er stellte dem Stemweder Fachausschuss für Bildung, Generationen, Sport und Kultur die Ergebnisse vor. Bürger, Schulen und Kitas hatten sich eingebracht. Die Ideen daraus führten zu einem Konzept, das jetzt in den Ratsfraktionen beraten wird. Es könnte noch im Dezember vom Gemeinderat verabschiedet werden.

Defizite aufgezeigt

Peter Apel zeigte interessante Details auf. So gibt es derzeit bei 13 Stemweder Ortsteilen insgesamt 20 Spielplätze. Die meisten so genannten „Spielbezirke” (Ortsteile) verfügen auch über geeignete Spielmöglichkeiten für Kleinkinder von 0 bis 6 Jahren – mit Ausnahme von Drohne, Haldem, Oppendorf und Wehdem. Für ältere Kinder (7 bis 12) Jahre hat das Spielplatzkonzept Defizite in Drohne, Haldem und Twiehausen ermittelt. Spielplätze für Jugendliche (13 bis 18 Jahre) hingegen gibt es ausreichend in Wehdem, Oppenwehe, Twiehausen und Levern. Defizitär ist hier laut Konzept die Versorgung in Dielingen, Drohne, Haldem, Westrup, Oppendorf und Destel.

Unterscheidungsmerkmale

Abel unterscheidet die Stemweder Spielplätze wie folgt: Plätze mit „gesamtgemeindlichem Einzugsgebiet“: Wehdem: Spielplatz am Schulzentrum und Levern: Spielplatz Grundschule. „Mittelpunktplätze“ sieht der Experte in Dielingen (Spielplatz Koppelweg), in Westrup (am Freudeneck) und in Oppenwehe (Spielplatz Fliederweg).

„Regelrechte Nachbarschafts- und Dorfgemeinschaftstreffs sind der Spielplatz Rosenstraße in Haldem, der Spielplatz am Sonneneck in Oppendorf, der Spielplatz an der Leverner Mühle, der Spielplatz Heitkampsort in Wehdem, in der Desteler Schmiedestraße und an der Alten Schule in Twiehausen”, sagte Peter Apel.

Sein Konzept schlägt vor, dass die Gemeinde den Platz an der Leverner Mühle als Naturspielraum gestalten könnte. Die älteren Plätze am Oppenweher Ginsterweg sowie am Dielinger Schulort könne man neu gestalten.

Neue Plätze denkbar

Eine komplett neue Anlage sei an folgenden Stellen denkbar: Badeallee Levern, Levern-Kalberkamp (künftiges Wohnquartier), Wehdem-Dillenhöhe (als Naturspielraum), Oppenwehe (künftiges Baugebiet Klus/Marktplatz), am geplanten Dorfgemeinschaftshaus Oppendorf, am Vorplatz der Arrenkamper Schützenhalle, auf dem Dorfplatz Niedermehnen und am Vorplatz des Sunderner Glockenturms.

Wichtige Kriterien des Spielplatzkonzeptes sind unter anderem die Abgrenzung zu Straßen, aber dennoch eine gute Einsehbarkeit. Peter Apel brachte immer wieder für fast alle Spielplätze die Begrünung von Spielflächen ins Gespräch. Verschattungsmaßnahmen und Gehölzstrukturen als Rückzugsort seien beispielsweise am Spielplatz am Schulort in Dielingen oder am Schulzentrum in Wehdem denkbar.

Verknüpfung mit Themen

Am Dielinger Spielplatz Koppelweg empfahl Apel eine „Verknüpfung” mit dem Verein Raum für Gemeinde. An der Immenklause in Drohne könne man den dortigen Platz erweitern, wenn das Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus umgebaut worden sei.

„In der Haldemer Rosenstraße kann das Thema ‚Rosen‘ mit aufgenommen werden”, schlug Apel vor. „Eine optische Abgrenzung zum Straßenraum sowie Querungshilfen an der Haldemer Straße wären dort ratsam.“ In Westrup, an der alten Grundschule, gelte es, den Spielplatz wegen der kürzlich dort eingezogenen Kita auch entsprechend für kleinere Kinder herzurichten. Der Wehdemer Spielplatz Frickenhake, der Platz am Oppendorfer Sonneneck sowie in der Desteler Schmiedestraße könnten als Nachbarschaftstreffs eine wichtige Funktion einnehmen., meinte Apel.

Treff der Dorfgemeinschaft

In Oppendorf müssten zudem abgängige Spielgeräte erneuert und der Kleinkindbereich ausgebaut werden. Für Jugendliche sei ein Bereich am künftigen Oppendorfer Dorfgemeinschaftshaus empfehlenswert. Für den Heitkampsort in Wehdem empfahl Apel, eine gegenüberliegende Grünfläche in eine Wildblumenwiese umzuwandeln. Für den Ginsterweg in Oppenwehe regte Apel die thematische Einbeziehung des Themas “Ginster” an. An der alten Schule in Twiehausen müssten alte Spielgeräte erneuert werden. Dort könnten mit Blick auf ein Dorfgemeinschaftshaus auch Angebote für alle Generationen entstehen.

In den Stemweder Ratsfraktionen wird auch über eine Prioritätenliste beraten – und die orientiert sich natürlich an den Gesamtkosten für jeden Spielplatz.

Kommentare

Karin Seidel  wrote: 01.10.2020 22:09
Spielplatz in Oppendorf am Sportplatz
Wenn ein neuer Spielplatz am Sportplatz kreiert wird könnte man ja auch für die etwas älteren Fitnessgeräte mit einplanen für draußen.
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