Mit Geothermie, Fotovoltaik, Batterie- und Eisspeicher zum grünen Firmenstandort
So spart Depenbrock Bau viel CO2 ein

Stemwede WB). Das Unternehmen Depenbrock Bau GmbH aus Arrenkamp ist einer von drei Preisträgern des Nachhaltigkeitspreises 2020 (wir berichteten) . Das Bauunternehmen präsentierte jetzt vor Ort am Firmensitz sein ausgezeichnetes Projekt.

Donnerstag, 24.09.2020, 05:00 Uhr
Karl-Heinrich Depenbrock zeigt auf den Plan an der Wärmepumpe für die Geothermie. Foto: IHK

Den Preis vergab die Umweltstiftung der ostwestfälischen Wirtschaft nach 2014 und 2016 zum dritten Mal anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums. Eine achtköpfige Jury unter Vorsitz von Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), bewertete das „Partnerschaftliche Projekt Grüner Standort“ des Bauunternehmens Depenbrock, die umfangreichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Holzmanufaktur Harsewinkel und die „Aufarbeitung einer pneumatischen Kupplungsbetätigung” der ZF Friedrichshafen AG, Werk Bielefeld, gleichrangig und entschied, den mit insgesamt 12.000 Euro dotierten Preis zu drei gleichen Teilen an Depenbrock, die Holzmanufaktur Harsewinkel und ZF Bielefeld zu vergeben.

„Vorbildhaftes Bauunternehmen“

„Der Bausektor ist eine der ressourcenintensivsten Branchen in Deutschland. Zusätzlich benötigen Gebäude große Mengen an Energie. In Stemwede gibt es ein vorbildhaftes Bauunternehmen, das sich unter dem Titel ‚Grüner Standort‘ auf den Weg gemacht hat und konsequent auf ‚grüne‘ Technologien wie Geothermie und Fotovoltaik setzt“, sagte DBU-Generalsekretär Bonde bei der Projektpräsentation durch Depenbrock Bau. „Das Familienunternehmen – geführt in der vierten Generation – verfolgt sehr engagiert das Ziel eines CO2-neutralen Unternehmensstandortes. Das ist einmal mehr der Beweis dafür, dass Energiekonzepte funktionieren.”

„Ich freue mich, dass wir drei Preisträger mit jeweils sehr hochwertigen und gleichzeitig völlig unterschiedlichen Projektinhalten auszeichnen können. Das verdeutlicht das große Potenzial, das in der ostwestfälischen Wirtschaft zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit vorhanden ist”, belobigte Bodo Cordes, Vorstandsvorsitzender der Umweltstiftung der ostwestfälischen Wirtschaft, Depenbrock Bau und die beiden weiteren Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs.

Energieautarkes Bienenhaus

Depenbrock nutzt Geothermie in Verbindung mit Fotovoltaik und setzt Batterie- und Eisspeicher ein. Damit hat sie sich nach Ansicht der Jury sehr erfolgreich auf den Weg zu einem nahezu CO2-neutralen Unternehmensstandort gemacht und Vorbildfunktion für die Baubranche übernommen. Nach eigenen Angaben werden am Firmensitz Stemwede jährlich 310 Tonnen CO2 eingespart.

Darüber hinaus hat Depenbrock ein energieautarkes Bienenhaus in Kooperation mit seiner Partnerschule (Stemweder-Berg-Schule) entwickelt und realisiert. Für die Jury sei auch wichtig gewesen, dass das Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität die Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln und der Fachhochschule Münster (Campus Steinfurt) sucht und dabei Studentinnen und Studenten praxisnah in energietechnische Sachverhalte einbezieht – etwa im Zuge von Masterarbeiten und Vortragsreihen.

Preis hat hohen Stellenwert

„Wir sind sehr glücklich über diesen Preis, denn er honoriert, dass wir dem Energiesparen und damit verbundenen Umweltschutz in unserem Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert beimessen“, betonte Karl-Heinrich Depenbrock, Geschäftsführer von Depenbrock Bau, bei der Projektpräsentation.

Insgesamt bewarben sich 30 Teilnehmer mit ihren Projekten um den Nachhaltigkeitspreis, den die von der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld gemanagte Umweltstiftung vergibt. An der Ausschreibung konnten sich Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft, Bildungsträger, weiterführende Schulen und sonstige Interessenten, wie Initiativen oder Vereine beteiligen.

Der thematische Schwerpunkt musste im Bereich des Umweltschutzes liegen und einen Bezug zur Wirtschaft und zur Region Ostwestfalen haben. Es konnte sich sowohl um abgeschlossene Projekte aus den Jahren 2018 oder 2019 als auch um aktuell laufende Maßnahmen handeln.

Preisgeld wird gespendet

Das Stemweder Familienunternehmen wird in vierter Generation geführt, hat 14 Standorte in Deutschland und in Polen, beschäftigt insgesamt 1260 Mitarbeiter und verbuchte 2019 einen Umsatz von 570 Millionen Euro.

An seinem Standort in Stemwede-Arrenkamp setzt das Unternehmen auf Geothermie in Verbindung mit Fotovoltaik. Dadurch würden jährlich gut 40.000 Euro Stromkosten und 70.000 Liter Heizöl gespart, sagten Depenbrock und Rumker. „Es gibt hier keine Heizung mehr, die mit fossilen Brennstoffen betrieben wird“, betonte Depenbrock mit Blick auf den Stemweder Firmensitz. Eingesetzt würden auch Batteriespeicher und Eisspeicher, um beispielsweise Fußböden zu kühlen. Von solchen Modellen will die Firma auch Kunden überzeugen.

Das Preisgeld von 4000 Euro spendet Depenbrock: 2000 Euro bekommen nach Angaben der Firma die Stemweder-Berg-Schule als Partnerschule des Unternehmens. Mit der Stemweder-Berg-Schule hat Depenbrock ein energieautarkes Bienenhaus entwickelt. Und 2000 Euro spendet das Unternehmen an den Kindergarten Haldem.

 

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