„Waldgeflüster“: Künstler Uwe Müller lobt Mut des Veranstalters LSM
Die Fans hätten so gern getanzt

Stemwede (hm). Etwa 200 Gäste haben mit Uwe Müllers „Sommernachtstraum“ die musikalischen Größen mehrerer Jahrzehnte gefeiert. Die bekannten Lieder sorgen durchweg für Stimmung. Die Musik brachte das Publikum im Nu zum Klatschen, Mitsingen und Stampfen. Nur zu gerne hätten die Fans getanzt, aber das war Corona-bedingt natürlich nicht denkbar.

Mittwoch, 09.09.2020, 05:02 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 05:10 Uhr
Beim letzten Konzert der Konzertreihe „Stemweder Waldgeflüster“ mit Uwe Müllers Sommernachtstraum durfte das Publikum noch einmal abfeiern. Foto: Heidrun Mühlke

„Wir sind sehr dankbar, dass es möglich ist, heute hier auf der Bühne zu stehen“, machte Uwe Müller eingangs deutlich. Die Coronazeiten seien nicht leicht. „Weder für uns noch für euch!“ Er freue sich über den Mut und die Courage des Veranstalters, der Twiehauser Event-Firma LSM , ein solches Event, wie das „Stemweder Waldgeflüster“ durchzuführen, betonte der Künstler. Ähnlich hatten sich auch andere Stars geäußert.

Veranstaltungsreihe sorgt für Aufsehen

LSM hatte an den beiden zurückliegenden Wochenenden ein kulturelles Konzertprogramm die Beine gestellt, das derzeit seinesgleichen sucht und in Corona-Zeiten weit über die Grenzen Stemwedes hinaus für Aufsehen sorgte. Auf der Bühne standen neben Uwe Müllers „Sommernachtstraum“ Showgrößen wie die Kultband Münchener Freiheit , die friesisch-herben Rocker von Torfrock und Popsternchen Anna Maria Zimmermann . Ebenfalls dabei: Randale mit Rockmusik für Kinder.

Nach fünf Konzerten zieht der Veranstalter Resümee. „Vier der geplanten Auftritte mussten abgesagt werden, weil bereits beim Vorverkauf deutlich wurde, dass wir nicht genug Eintrittskarten verkaufen würden“, erklärte Merle Westerhold von LSM. Dennoch könne man ein positives Fazit ziehen, denn einerseits wären die Bands, Musiker und Interpreten sehr froh gewesen, dass sie wieder auf der Bühne stehen konnten. Zum anderen hätten viele Beteiligte Leute an diesen beiden Wochenenden gute Beschäftigung gefunden. „Gerade in der Veranstaltungsbranche sieht es derzeit wegen Corona sehr schlecht aus“, weiß Westerhold. „Eine wahre Durststrecke!“

Beschäftigung für viele Beteiligte

Bei diesem Event waren viele Menschen tätig. Vom Organisationsteam, Technikern, Gastro- und Cateringservice bis hin zu Security-Unternehmen und Reinigungsfirmen. Nicht zuletzt profitierte auch die Hotelbranche in Stemwede durch Übernachtungen der Stars und ihrer Fans.

In normalen Zeiten wäre laut Westerhold ein solches Konzertereignis organisatorisch gar nicht möglich gewesen. „Eigentlich sind wir, das ist die Firma LSM mit ihren knapp 30 Mitarbeitern, auf Messen und Märkten vertreten und sorgen dort für die technische Betreuung“, erklärte sie.

„Es ist sicher auch einigen Menschen bewusst geworden, dass Veranstaltungen möglich sind“, sagt Westerhold. Man müsse sich natürlich penibel an die strengen Regularien der Sicherheits- und Hygienevorschriften halten. „Es geht eben nichts über Live-Events“, betonte die Veranstaltungskauffrau. Schade, dass viele Leute das Angebot nicht wahrgenommen hätten, da sei man schon enttäuscht gewesen.

Auch in die Zukunft blickt sie nicht durch eine rosarote Brille. „Die Firma muss sich langfristig der Entwicklung anpassen. Wir müssen uns den Herausforderungen mit kreativer und mutiger Herangehensweise stellen“, sagte Westerhold. „Live-Erlebnisse werden weniger werden, und solange größere Veranstaltungen untersagt sind, bilden Veranstaltungskonzepte mit digitalen Möglichkeiten wie Livestreaming einen regelkonformen Lösungsansatz.“

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