Mercedes GLC Fuel Cell sorgt für Aufsehen bei Wahlkampfterminen
Abruszat fährt mit Wasserstoffauto vor

Stemwede (hm). Station hat Bürgermeister Kai Abruszat am Samstag in allen 13 Orten der Gemeinde Stemwede gemacht. Da coronabedingt klassische Wahlkampfveranstaltungen kaum zulässig sind, hatte sich der Bürgermeister und Bewerber für die Wiederwahl für ein recht ungewöhnliches Format entschieden, um ganz speziell für eine hohe Wahlbeteiligung zu werben: eine „Tour de Stemwede“.

Dienstag, 08.09.2020, 02:10 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 02:30 Uhr
Der wasserstoffbetriebene Mercedes GLC Fuel Cell ist nicht der neue Dienstwagen des Stemweder Bürgermeisters. Kai Abruszat hatte das Auto gemietet, um Wahlkampf für sich zu betreiben, aber auch, um Interesse der Bürger an der innovativen Technik zu wecken. Er steuerte am Samstag alle Stemweder Ortschaften an und sprach mit den Bürgern. Foto: Heidrun Mühlke

Und das mit einem für Stemweder Verhältnisse ziemlich ungewöhnlichen Fahrzeug: einem Wasserstoff-Auto, dass er bei der Westfalen AG in Münster ausgeliehen hatte.

Nicht nur in Dielingen weckte der wasserstoffbetriebene Mercedes GLC Fuel Cell sofort bei der Ankunft das Interesse der Bürger. Dabei kam der Wagen genauso leise wie ein Elektro-Auto auf den Parkplatz am Gemeindehaus gefahren. „Die Zukunft der Mobilität liegt in der Offenheit für neue Technologien”, sagte Abruszat. „Die Wasserstoff-Antriebstechnik kann modernste Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb vielleicht sinnvoll ergänzen“, betonte der Bürgermeister.

„Rollt leise durch Verkehr”

Bei Wasserstoff-Fahrzeugen reagieren in einer Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff und treiben dadurch einen Elektromotor an. Es entstehen keinerlei Emissionen, aus dem Auspuff kommt reiner Wasserdampf. „Das Auto bietet hohen Fahrkomfort und rollt absolut leise durch den Verkehr“, hatte Abruszat festgestellt.

Etwa 300 Kilometer Reichweite habe das Auto mit einer Tankfüllung, wusste Abruszat. Noch fehle aber das Netz an Tankstellen. Mit Wasserstoff betankt werden kann in der „näheren” Umgebung derzeit nur in Rheda-Wiedenbrück, in Münster und Hasbergen.

Im Vergleich zum Elektrofahrzeug geht der Ladevorgang deutlich schneller und dauert nur etwa sechs Minuten länger als bei einem Benzinfahrzeug. In größeren Städten seien bereits wasserstoffbetriebene Busse unterwegs. Auch das könne sich der Bürgermeister im welt- und technologieoffenen Stemwede vorstellen: wenn am neuen Busbahnhof in Wehdem diese innovativen Fahrzeuge eingesetzt werden. „Man muss neuen Techniken Raum geben“, betonte Abruszat insbesondere hinsichtlich von Umwelt- und Klimaschutz.

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