Karte hilft Waldbrände im Stemweder Berg erfolgreich zu bekämpfen
Feuerwehr stellt Konzept vor

Stemwede (WB). Nicht nur in tropischen Gefilden sind Waldbrände ein wichtiges Thema für die Feuerwehren. In Deutschland ereignen sich ebenfalls jedes Jahr Hunderte von Wald-und Flächenbränden – auch in der Gemeinde Stemwede. Dort ist besonders das teilweise schwer zugängliche Waldgebiet des Stemweder Bergs betroffen.

Freitag, 07.08.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 05:04 Uhr
Waldbrände und Flächenbrände bekämpfen: die Stemweder Feuerwehr hat dazu ein besonderes Konzept vorgestellt (von links): Friedhelm Kohlwes, stellvertretender Wehrführer Matthias Maler, Dennis Meier, Kai Abruszat, Manuel Becker, Peter Lahrmann, Daniel Wagenfeld und stellvertretender Wehrführer Dietmar Meier. Foto: Mühlke

„Wir müssen uns in der hiesigen Region aufgrund von Trockenheit und Borkenkäferbefall der immer größer werdenden Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden stellen“, erklärt Dennis Meier, Zugführer des dritten Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Stemwede. Ab einer gewissen Größe seien solche Brände mit einem enormen Personaleinsatz verbunden und es müsse viel Löschwasser bereit gestellt werden.

In schwierigem Gelände wie dem Stemweder Berg sei dies eine große Herausforderung für die Kameraden. Einige Feuerwehrleute aus den Reihen des dritten Zuges – Daniel Wagenfeld, Manuel Becker, Dennis Meier und dessen Stellvertreter Peter Lahrmann – sowie Friedhelm Kohlwes als Vorsitzender des Forstbetriebsverbandes Wehdem haben in einem Arbeitskreis nun ein besonderes Konzept dazu entwickelt, wie man sich solchen Bränden stellen und ein Feuer schnellstmöglich bekämpfen kann.

Für das unwegsame Waldgelände haben die Feuerwehrleute eine Karte erstellt. Sie zeigt die für Löschfahrzeuge befahrbaren Zufahrtsstraßen auf und verzeichnet zudem die Bereitstellungsräume in Oppendorf bei Bosse, in Haldem an der Wilhelmshöhe und in Westrup am Schützenplatz. Der Bereitstellungsraum ist der Ort, an denen Einsatzkräfte und -mittel für den unmittelbaren Einsatz gegliedert und bereitgestellt werden.

Eingezeichnet sind auch die beschilderten Rettungspunkte sowie die Wasserentnahmestellen. Die fertigen Karten sollen an alle Feuerwehren rund um den Stemweder Berg ausgehändigt werden. „Uns war es wichtig, dass jeder die Karte lesen und sich so im Stemweder Berg zurechtfinden kann, obwohl das Gelände eventuell unbekannt ist“, machte Meier deutlich.

Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat lobte das Engagement der Feuerwehrleute, dieses systemische Konzept zu erstellen. Die Gemeinde Stemwede unterhalte die Wege im Stemweder Berg und im Zuge des Brandschutzbedarfsplans sollen sie in der Zukunft der vorgestellten Einsatztaktik angepasst werden.

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