Studentin aus Drohne forscht und setzt Uni-Projekt mit 3D-Drucker um
Janet Lusmöller stellt Schutzschilde her

Stemwede (WB). Die Maskenpflicht ist ein brennendes Thema und längst auch in einem Forschungsprojekt der Universität Osnabrück gelandet. Hier haben sich so genannte Maker, das sind Personen, die werken, gestalten basteln und herstellen, mit dem Thema Schutzmasken beschäftigt.

Mittwoch, 08.07.2020, 06:00 Uhr
Die Face-Shields schützen das Gesicht und sorgen für genug Luftzirkulation. Janet Lusmöller gibt sie kostenlos ab. Die Studentin aus Drohne hat an diesem Osnabrücker Uni-Projekt mitgeforscht und stellt die Schilde selbst her. Foto: Heidrun Mühlke

Eine von diesen Makern (auf Deutsch: Machern) ist die Drohner Studentin Janet Lusmöller, die an der Uni Osnabrück Lehramt mit den Fächern Chemie und Biologie studiert. Sie ist dort wissenschaftliche Mitarbeiterin am Uni-Projekt. In dem Forschungsprojekt haben sich die Studenten in der Coronazeit spontan entschieden, spezielle Schutzmasken zu entwickeln: die 3D-gedruckten Face-Shields.

Sowieso steckt in den Makern bemerkenswertes Potenzial. Die von ihnen stammenden „Ear-Saver“ (auf Deutsch: Ohrenschützer) beispielsweise sind eine praktikable Lösung, um das lange Tragen von Schutzmasken für medizinisches Personal angenehmer zu gestalten.

Abstimmung mit medizinischem Fachpersonal

Entscheidend ist, die Innovationen der Studenten, die in dem Projekt entstehen, eng mit medizinischem Fachpersonal abzustimmen. Dafür wurde zur Kommunikation ein Knotenpunkt eingerichtet. Damit sollen die entstandenen 3D-gedruckten Face-Shields besonders dem Gesundheits- und Pflegebereich kurzfristig zugänglich gemacht werden.

„Die Schutzschilde werden gern auch von Kindergärtnerinnen, Lehrern, Polizisten und Servicekräften in der Gastronomie benutzt“, weiß Janet Lusmöller. Mit dem Gesichtsschutz seien die Menschen von vorn und von der Seite geschützt, trotzdem bestehe ausreichend Luftzirkulation. „Sehr beliebt sind die Face-Shields auch bei Brillenträgern, weil die Gläser nicht beschlagen“, sagt die Studentin.

In ihrer Wohnung in Drohne hat sie sich ein Arbeitszimmer eingerichtet, in dem zwei 3D-Drucker stehen. Dort produziert sie neben speziellen Türöffnern, die das Berühren der Türklinke überflüssig machen, die Schutzschilde. „Zwei Stück dauern in der Herstellung etwa sechs Stunden, die Materialkosten sind sehr gering“, erklärt die 25-Jährige.

Wer Bedarf an einem solchen 3D-gedruckten Face-Shield hat, kann sich bei Janet Lusmöller (E-Mail: jlusmoeller@uos.de) melden. Die Schutzschilde werden kostenlos abgegeben

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