Grüner Landratskandidat im Gespräch mit jungen Landwirten auf dem Hof Aping
Gutsche will Beirat initiieren

Stemwede-Westrup (WB). Siegfried Gut-sche, der Landratskandidat der Grünen, ist jetzt zu Gast auf dem Hof Aping in Westrup gewesen. Dort hat er sich mit jungen Landwirten über die Sorgen und Nöte in der Landwirtschaft, vor allem beim Nachwuchs, erkundigt.

Sonntag, 05.07.2020, 18:31 Uhr aktualisiert: 05.07.2020, 19:00 Uhr
Julian Aping, Florian Röttger, Nina Keßmann, Siegfried Gutsche, Patrick Felber, Matthias Hafer, Mirko Schmale und Kim Grötemeier haben sich auf dem Westruper Hof Aping über die Zukunft der Landwirtschaft im Mühlenkreis unterhalten.

„Uns geht es darum, mehr Transparenz und Verständnis für unsere Arbeit, die wir mit viel Leidenschaft betreiben, zu erzeugen.“ sagte Julian Aping bei einem Rundgang durch seinen vor vier Jahren neu aufgebauten Betrieb. Genau aus diesem Grunde sei Gutsche nach Stemwede gekommen. „Ich setze mich dafür ein, dass sich die Politik im Kreis Minden-Lübbecke, aber auch die Menschen, wieder mehr mit der Situation und der Zukunft der Landwirtschaft hier vor Ort befassen.“

Direktvermarktung

Im Anschluss daran erklärte Landwirt Florian Röttger sehr eindrucksvoll, wie er mit der Direktsaat und dem Einsatz eines Totalherbizides das natürliche Habitat des Bodens schützt und unterstützt.

Nina Keßmann berichtete, dass sich die Direktvermarktung ihrer Produkte mit dem eigenen Hofladen positiv entwickelt habe. Die Anzahl der Menschen im Kreisgebiet, die regionale Produkte vom Hof kaufen wollen, habe zugenommen.

Natürlich wurde während des Treffens auch kritisch über die Themenbereiche konventionelle Tierhaltung und Düngung gesprochen. Insbesondere der Begriff der konventionellen Tierhaltung bedeute nicht automatisch Massentierhaltung, mit dem die Junglandwirte nicht weiter konfrontiert werden möchten. Es herrschte Einigkeit darüber, dass zukünftig an diesen Themen gearbeitet werden müsse.

Anzahl der Tiere

Die jungen Landwirte machten an dieser Stelle aber auch deutlich, dass sie die Anzahl der Tiere in den Ställen bereits schon heute deutlich reduziert hätten. Dieses positive Beispiel konnte Siegfried Gutsche auf der Hofanlage Aping deutlich erkennen.

Die vorhandenen Probleme der Landwirtschaft könnten allerdings „nur gemeinsam mit den Landwirten, der Politik und den Verbrauchern gelöst werden“. Obwohl für viele Vorgaben das Land, der Bund und die Europäische Union verantwortlich seien, ist es nach Auffassung von Siegfried Gutsche wichtig, zukünftig ein neues Format für die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Politik im Kreis zu entwickeln.

Beirat initiieren

„Ich möchte einen Beirat initiieren, der sich ausschließlich mit landwirtschaftlichen Themen im Kreisgebiet befasst und den Kreistag des Kreises berät. Der vorhandene Naturschutzbeirat hat andere, wichtige Aufgabenfelder.“ so Siegfried Gutsche.

„Darüber hinaus ist der Erhalt der bäuerlichen Strukturen in unserem Mühlenkreis ein wichtiges Kulturgut, das es zu bewahren gilt.“

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