Der Drei-Zonen-Garten der Familie Fenne in Haldem bietet vielfältigen Lebensraum
Eine Oase für Tiere und Insekten

Stemwede (WB). Der „Hortus Quercuum“ (Garten der Eichen) der Familie Fenne in Haldem ist ein naturnaher Garten. Er vereint die Grundsätze des Naturgartens und der Permakultur und unterstützt den Erhalt der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt. Zum Hortus gehört auch die angrenzende neu angelegte Streuobstwiese mitsamt einem Bauerngarten und weiterer Naturmodule.

Samstag, 04.07.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 05:02 Uhr
Der Drei-Zonen-Garten von Thomas (2. v. links) und Lena (2. v. rechts) Fenne interessierte Hans-Ulrich Gendig, Claudia Schaaf-Gendig und Günter Kröger (links). Foto: Mühlke

Seit 2017 entsteht der „Hortus Quercuum“, der mit der Einteilung in die drei Bereiche Puffer-, Hotspot- und Ertragszone dem Hortus-Konzept folgt: Die Pufferzone mit einheimischen Sträuchern umschließt den Garten und ist Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Wildtiere. Zusätzliche Naturmodule wie Reisighaufen, Totholzstämme, Steinhaufen und Sandhügel schaffen weiteren Lebensraum, der vielen Tieren Schutz und Nahrung bietet.

Die Hotspot-Zone bietet Vielfalt. Auf arg abgemagertem Boden wachsen Blumenwiesen und die Steingartenanlagen mit mehrjährigen Stauden und Kräutern bietet Insekten Nahrung. Die Ertragszone sorgt mit Gemüseanbau auf humusreichem Boden für ökologische Lebensmittel. Hier gedeihen wilde Artischocken, Rankbohnen, Tomatensorten, Zucchini, Blattkohl und Himbeeren prächtig. Durch die drei Zonen ist ein geschlossener Nährstoffkreislauf gesichert und das gesamte System hat sich zu einem ökologischen Gleichgewicht entwickelt.

Lena und Thomas Fenne haben im Juni ihre Gartenpforte für interessierte Besucher geöffnet. Gerne nutzte die Stemweder ZWAR-Fahrradgruppe die Gelegenheit, sich in dem Naturgarten umzuschauen und Anregungen für den eigenen Garten einzuholen. „Dass in den Steinlandschaften und Magerböden überhaupt Pflanzen wachsen, ist schon beeindruckend“, meint Claudia Schaaf-Gendig. Imponiert habe ihr auch die Astgabel mit Querstange als Anflugplatz für Greifvögel, die dann die Mäuse im Garten fangen.

„Einfache, gute Ideen und leicht umzusetzen“, meinte Günter Kröger aus Wehdem und war begeistert von der Oase für Lebewesen, die Familie Fenne mit ihrem „Hortus Quercuum“ geschaffen hat.

Übrigens wurde in den Jahren der Umgestaltung der Garten der Eichen gleich zweimal beim bundesweiten Pflanzwettbewerb der Initiative „Deutschland summt“ in Berlin prämiert.

Wer Interesse hat, sich in dem Garten in Haldem, Zuschlag 3, umzuschauen, hat am 26. Juli von 11 bis 18 Uhr nochmals Gelegenheit dazu.

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