SPD Stemwede stellt Kandidaten auf und legt Ziele fest
„Zukunft der Schule sichern“

Stemwede (WB/ni). Der SPD-Ortsverein Stemwede hat in der Begegnungsstätte Wehdem seine Gemeindewahlkreiskonferenz abgehalten. Dabei wurden grundsätzliche Positionen der Sozialdemokraten festgelegt und die Kandidaten sowie die Reserveliste für die Kommunalwahl im September bestimmt. Vorsitzender Jonas Schmidt begrüßte Mitglieder und Gäste, besonders Ingo Ellerkamp als Landratskandidat und den Bundestagsabgeordneten Achim Post.

Freitag, 03.07.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 05:02 Uhr
Die Stemweder-Berg-Schule ist in Teilen in die Jahre gekommen. Die SPD fordert ein Konzept für den Erhalt der Infrastruktur.

Bei den Kandidaten für die Wahlkreise ergaben sich folgende Änderungen: Im Wahlkreis 07 (Wehdem/Nord) tritt Patrick Döhnert und im Wahlkreis 08 (Wehdem/Süd) Alexander Seibel an. Für den Wahlkreis 11 (Oppenwehe/Ost) kandidiert Daniela Timphus.

Jonas Schmidt stellte die wesentlichen Schwerpunkte der Sozialdemokraten für die Kommunalwahl vor: Sorgen bereiten – nach den Investitionen der vergangenen Legislaturperiode (Feu­er­wehrgerätehäuser, Anbau/Neubau Rathaus, Umbau der Volksschule zur Kita, Dorfgemeinschaftshäuser) – die Folgen der Corona-Pandemie. Sie würden zu einem längerfristigen Einbruch der Gewerbesteuer führen, weshalb Steuergelder in der nächsten Legislaturperiode mit mehr Vorsicht ausgegeben werden müssten, befürchtet die SPD. „Wichtig sind zielgerichtete Investitionen in die Zukunft der Gemeinde“, sagte Jonas Schmidt.

Verwaltung: Hier fordert die SPD die Nachbesetzung der Stelle der Bauamtsleiterin sowie die Einstellung eines hauptamtlichen Wirtschaftsförderers. „Es gilt, die Gewerbegebiete offensiver zu vermarkten: Wie soll die Toplage eine Toplage sein, wenn es dort nur eine PV-Anlage und ein paar Stellplätze für ein Speditionsunternehmen gibt?“, fragte Schmidt.

Pflege und Gesundheit: „Es wurde verpasst, frühzeitig für das Thema Ärztemangel Lösungen zu finden. Wir benötigen in Stemwede eine flächendeckende Versorgung mit Hausärzten“, hieß es in der Sitzung. „Was wir wirklich benötigen, ist der persönliche Kontakt mit angehenden Medizinern aus Stemwede. Das sind die, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit hier Hausarzt werden könnten“, sagte Schmidt.

Mobilität: Es gelte, alternative Konzepte zum klassischen ÖPNV umzusetzen. Aufgrund der Siedlungsstruktur der Gemeinde Stemwede sei auch eine höhere Frequentierung des ÖPNV nicht die richtige Lösung, weil ein Großteil der Bürger nicht im Dorfkern wohne. „Die Förderung eines ehrenamtlichen Fahrdienstes für alte (und junge) Bürger, der diese von zu Hause abholt, ist dafür der erste Schritt in die richtige Richtung“. Mobilität dürfe aber auch nicht nur auf vier Rädern gedacht werden. „Wir brauchen mehr Radwege in Stemwede und müssen Lücken schließen (Levern-Destel, Niedermehnen-Westrup, Haldem-Arrenkamp).“

Bildung/Sport/Kultur: „Wir müssen Vereine stärken, die von Corona besonders hart getroffen worden sind. Die Kriterien für die Ehrenamtskarte sollten angepasst werden. Möglich wäre zum Beispiel ein Ehrenamtsfest mit allen Ehrenamtlichen in der Gemeinde oder ein Ehrenamtstag mit passenden Aktionen zum Thema Ehrenamt“, sagte Schmidt.

Zudem begrüße die SPD die Erweiterungspläne des Life House über das Förderprogramm „Dritte Orte”. „Wir werden uns im Gemeinderat aktiv dafür einsetzen, dass das Life House weiter ausgebaut wird.“

In der kommenden Legislaturperiode sollte als eines der ersten Themen die Entwicklung eines Zukunftskonzeptes für die Infrastruktur der Stemweder-Berg-Schule angegangen werden, meinte der Vorsitzende. „Es braucht eine intensive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Optionen und ihren Kosten und Nutzen“, sagte er.

Familien/Wohnen: Die SPD Stemwede setzt sich dafür ein, dass ausreichendes und preiswertes Bauland in allen Stemweder Dörfern vorhanden ist.

Klimaschutz: „Die Gemeinde sollte in ihrem Klimaschutzkonzept Planungen aufnehmen und Maßnahmen aufzeigen, wie der Weg zu einer klimaneutralen Gemeinde gelingen kann. Wichtig ist, dass konkrete verbindliche Zielvereinbarungen beschlossen werden“, sagte Schmidt.

Die Wahl-Kandidaten der SPD Stemwede

Die gewählten Direktkandidaten sind: Dielingen/Nord: Jonas Schmidt; Dielingen/Süd: Paul Lahrmann; Drohne: Markus Hünecke; Haldem/West: Manfred Melcher; Haldem/Arrenkamp: Martina Heitbrink; Westrup/Wehdem: Wilhelm Riesmeier; Wehdem/Nord: Patrick Döhnert; Wehdem/Süd: Alexander Seibel; Oppendorf: Hartmut Engelmann; Oppenwehe/West: Reinhard Lammert; Oppenwehe/Ost: Daniela Timphus; Sundern/Levern: Christian Heitbrink; Levern/Mitte: Jürgen Gläscher; Levern/Destel: Kurt Gläscher; Niedermehnen/Levern: Thorsten Möller; Twiehausen: Wolfgang Schröder.

Reserveliste: 1. Jonas Schmidt, 2. Martina Heitbrink, 3. Wilhelm Riesmeier, 4. Daniela Timphus, 5. Jürgen Gläscher, 6. Paul Lahrmann, 7. Thorsten Möller, 8. Alexander Seibel, 9. Christian Heitbrink, 10. Kurt Gläscher, 11. Reinhard Lammert, 12. Wolfgang Schröder, 13. Patrick Döhnert, 14. Manfred Quebe, 15. Hartmut Engelmann und 16. Markus Hünecke.

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