Prüfungsanstalt stellt Stemwede gutes Zeugnis aus, mahnt aber Konzept an
„Gute Infrastruktur erhalten“

Stemwede (WB). Ein vierköpfiges Prüferteam der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen (gpaNRW) hat in Stemwede die Themenbereiche Finanzen, Verkehrsflächen, Schulen, Sport sowie Spielplätze unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden jetzt im Rechnungsprüfungsausschuss vorgestellt.

Donnerstag, 02.07.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 05:02 Uhr
Vor der Stemweder-Berg-Schule hat Bürgermeister Kai Abruszat den Bwericht der Prüfer entgegen genommen.

„Die Gemeinde Stemwede verfügt über stabile und geordnete Gemeindefinanzen. Die Aufgabe der nächsten Jahre wird es sein, diese gute Ausgangslage zukunftsfest zu machen. Unsere Handlungsempfehlungen können hierzu einen konkreten Beitrag leisten“, erklärte der Präsident der gpaNRW Heinrich Böckelühr.

„Seit 2014 erwirtschaftet die Gemeinde Stemwede durchgängig positive Jahresergebnisse und profitierte von der guten Konjunktur. Die Eigenkapitalausstattung der Gemeinde Stemwede bewegt sich auf interkommunal überdurchschnittlichem Niveau, während die Gesamtverschuldung seit 2014 erfreulicherweise unterdurchschnittliche Kennzahlenwerte aufweist“, erläutert gpa-Prüferin Stefanie Köster die Haushaltsentwicklung.

Sie stellt anerkennend fest: „Ein Konsolidierungsbedarf besteht aktuell nicht.“ Der Erhalt des Infrastrukturvermögens erweist sich allerdings für die ostwestfälische Flächen-Gemeinde als große Herausforderung

Die gpaNRW hat in Stemwede auch die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) in den Blick genommen. „Die OGS-Betreuungsangebote werden sehr gut angenommen. Die Gemeinde unterstützt die Träger mit einem freiwilligen Beitrag in Höhe von jährlich 70.000 Euro. Dies ist ein starkes familienpolitisches Signal und erklärt damit auch den höheren Fehlbetrag je OGS-Schüler als in Vergleichskommunen.“

Optimierungspotenziale sehen die Prüfer allerdings bei den Vertragsgestaltungen mit den freien OGS-Trägern. Im Themenfeld Schule hat die gpaNRW auch den Ressourceneinsatz für den Schülerverkehr untersucht. „Die Gemeinde Stemwede ist beim Schülerverkehr ein gutes interkommunales Beispiel für einen wirtschaftlichen und effizienten Ressourceneinsatz. Obwohl die Größe der Gemeinde ein struktureller Nachteil ist, gelingt es ihr die Schülerverkehre komplett über den ÖPNV abzuwickeln und dadurch Doppelstrukturen mit einem Schülerspezialverkehr zu vermeiden.“

Die Bewirtschaftung und Unterhaltung der Stemweder Spielplätze erhält ebenfalls gute Noten. „Bei den Spielplätzen bietet die Gemeinde Stemwede ein Angebot für Kinder und Familien an konzentrierten Standorten mit kompakten Spielangeboten sowie großen Spielflächen. Die Folge ist ein im interkommunalen Vergleich geringer Finanzmitteleinsatz“, hebt Projektleiter Olaf Schwickardi die strukturellen Rahmenbedingungen hervor.

„Wir unterstützen und motivieren Rat und Verwaltung, wie beim Wirtschaftswegekonzept konkrete Planungen aufzusetzen, um die kommunale Infrastruktur zu erhalten sowie die Zukunftsaufgaben zu meistern“, betont gpa-Präsident Heinrich Böckelühr.

Bürgermeister Kai Abruszat erklärte abschließend zu den Ergebnissen der gpaNRW: „Rat und Verwaltung haben allen Grund, sich über die positive Beurteilung zu freuen. Die unabhängige Bestätigung, dass wir in vielen Handlungsfeldern auf dem richtigen Weg sind, Stemwede zukunftsfest aufzustellen, ist eine Motivation für uns alle für die kommenden Monate.“

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