Projekt des TuS Dielingen erhält Zustimmung im zuständigen Gemeindeausschuss
Grünes Licht für neuen Kunstrasenplatz

Stemwede-Dielingen (WB). Die Zeichen für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Dielingen stehen auf grün: Der zuständige Gemeindeausschuss für Bildung, Generationen, Sport und Kultur hat dem Projekt des TuS Dielingen in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zugestimmt. Die finale Entscheidung liegt nun beim Gemeinderat. Folgt er der Empfehlung, erhält der Verein für das Projekt einen einmaligen Zuschuss von maximal 360.000 Euro aus der Gemeindekasse.

Freitag, 05.06.2020, 06:00 Uhr
Wenn der Gemeinderat in Stemwede dem Projekt zustimmt, kann der TuS Dielingen einen neuen Kunstrasenplatz bauen. Im Ausschuss für Bildung, Generationen, Sport und Kultur haben die meisten Ausschussmitglieder den Antrag bereits für gut befunden. Foto: dpa

Über die Notwendigkeit des Projektes ließen die Mitglieder des Ausschusses allesamt keine Zweifel aufkommen. Wolfgang Fricke sprach beispielsweise den „miserablen Zustand“ des angrenzenden Platzes an und Jonas Schmidt (SPD) lobte den neuen Kunstrasenplatz als „nachhaltige Stärkung des Fußballstandortes Stemwede“. Er sehe in der Investition und dem Zuschuss der Gemeinde auch gewissermaßen einen Vorschuss für den Verein, den er durch Eigenleistung zurückleisten könne.

„Der Verein erbringt eine große Leistung“

Außerdem sparten die Kommunalpolitiker nicht mit Lob für das Engagement des TuS Dielingen. „Der Verein erbringt eine große Leistung“, merkte Andreas Weingärtner (CDU) an. Einen erheblichen finanziellen Anteil trägt der Verein nämlich selbst. Dies sind bei geschätzten Gesamtkosten von 730.000 Euro abzüglich der Gemeindemittel etwa 370.000 Euro.

So viel zu den Gemeinsamkeiten im Ausschuss: Lediglich Uta Gesenhues (Bündnis 90/Die Grünen) und Jürgen Lückermann (FWG) äußerten Bedenken. Während erstere beispielsweise die aus ihrer Sicht „illegale Rodung“ einer Hecke auf dem Grundstück durch den TuS kritisierte, plädierte Jürgen Lückermann für eine Verschiebung des Projektes, „bis die Folgen der Corona-Krise abzuschätzen sind.“

Andreas Weingärtner entgegnete darauf, dass der Verein Planungssicherheit brauche. „Wir müssen hier im Ausschuss zu einer Entscheidung kommen, die der Rat mittragen kann“, so der CDU-Chef. Auch anwesende Vertreter des Sportvereins reagierten auf den Vorstoß: „Jetzt in den aktuellen Platz noch 30.000 bis 40.000 Euro reinzustecken, um dann in drei, vier Jahren einen Kunstrasenplatz zu bauen, macht wenig Sinn.“ Außerdem verwies der TuS auf den Ausgleich für die entfernte Hecke („Der wird definitiv noch erfolgen“).

TuS darf keine Fördergelder aus der Gemeindekasse mehr beantragen

Nichtsdestotrotz stellten allen voran auch Andreas Weingärtner und Wolfgang Fricke die hohen Kosten heraus. „360.000 Euro – das ist ein Schluck aus der Pulle, den wir nicht so oft nehmen“, erklärte FDP-Mann Fricke, er sagte aber auch, dass die Investition für die Gemeinde ganz wichtig sei. Andreas Weingärtner plädiert angesichts dessen dafür, im Beschluss die 360.000 aus der Gemeindekasse als maximalen Zuschuss zu nennen und festzulegen, dass der TuS Dielingen in den kommenden zehn Jahren keine Vereinsfördermittel der Gemeinde beantragen dürfe.

„Damit können wir leben“, hieß es in der Sitzung von Seiten des TuS Dielingen, und auch der Ausschuss unterstützte die beiden Vorschläge. Bei einer Enthaltung von Uta Gesenhues und einer Nein-Stimme von Jürgen Lückermann stimmte der Ausschuss der Vorlage zu. „Der TuS Dielingen braucht ein Startsignal“, meinte Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat (FDP) und sieht in dem Beschluss einen „wichtigen Baustein für den Erhalt unserer Sportplätze“.

Ein Kunstrasenplatz pro Kommune – das ist auch der Anspruch des Fußballkreises Lübbecke, dessen Vorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst zu den Plänen in Stemwede im Ausschuss für Bildung, Generationen, Sport und Kultur Stellung genommen hatte. Zwar würden die Kosten für so einen Platz auf den ersten Blick sehr hoch erscheinen, „er ist in der Unterhaltung aber bedeutend günstiger“, so Eikenhorst: „Ich weiß, dass es Geld kostet, aber es ist gut investiertes Geld.“

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