Verein „Raum für Gemeinde“ tagt – Buchungen bleiben aus – Minus ist unvermeidlich
„Wir werden die Krise überstehen“

Stemwede (WB). Der Dielinger Verein „Raum für Gemeinde“ hat die Corona-Krise natürlich ebenfalls zu spüren bekommen. Mit der Corona-Pandemie hat es den Verein kalt erwischt. Buchungen für Veranstaltungen blieben aus, Trauerfeiern mussten abgesagt werden und auch die Einnahmen durch Vermietungen brachen weg.

Donnerstag, 04.06.2020, 06:00 Uhr
Der Vorstand – (von links) Martina Fangmeier, Inge Petermann, Theo Frenzel, Waldemar Ilner, Norbert Voigt und Hartmut Willmann – freut sich über die neuen Sitzgelegenheiten. Foto: Mühlke

„In Sachen Veranstaltungen gelten bei uns die gleichen Auflagen wie für die Gastronomie“, erklärte Vereinsvorsitzender Theo Frenzel. Dennoch steht die rührige Gemeinschaft, die einst das Dielinger Gemeindehaus von der Kirche übernahm, das Gebäude vor dem Abriss rettete und sanierte (siehe Info-Kasten), trotz der Einbußen auf einem recht stabilen finanziellen Fundament. „Wir werden die Krise überstehen, auch wenn wir diese Zeit mit einem finanziellen Verlust abschließen müssen“, hat Frenzel während der Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus deutlich gemacht.

Renovierungs- und Sanierungsarbeiten

Frenzel und sein Vorstandsteam bleiben daher optimistisch. Bislang läge der Trägerverein mit einem Minus von 2000 Euro im moderaten Bereich. „Das packen wir“, blickte er zuversichtlich in die Zukunft. Ab September könnten dann auch wieder Trauerfeiern unter den vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden.

Noch im zurückliegenden Jahr habe der Verein viel Geld in die Hand genommen, um im Haus einige Renovierungs- und Sanierungsarbeiten vorzunehmen. Im Erdgeschoss wurde neuer Vinylfußboden ausgelegt, die Schiebetüren neu lackiert, die Wände gestrichen und im Foyer laden eine neue Sitzgruppe sowie Stehtisch mit Hockern zum Verweilen ein. Zeitgemäße LED-Beleuchtung lässt den Eingangsbereich modern und ansprechend wirken. Zudem wurden 43 neue Tische und 200 Stühle für den Saal angeschafft.

„Außerdem haben wir im gesamten Haus eine neue Notbeleuchtung installiert. Im Untergeschoss wurden die Wände gestrichen sowie eine neue Lichtanlage eingerichtet“, machte Frenzel deutlich. Er bezifferte die Kosten auf 70.000 Euro. Finanziert wurden die Sanierungsmaßnahmen durch Zuschüsse und Spenden in Höhe von 58.000 Euro. Die restlichen 12.000 Euro hat der Verein selbst eingebracht. „Es war nötig, das Haus aufzuwerten“, sagte Frenzel.

Hohes Durchschnittsalter der Freiwilligen

Auch im Außenbereich sei man fleißig gewesen. Dort gab es Unterstützung von 16 ehrenamtlichen Helfern. Allerdings läge das Durchschnittsalter der Freiwilligen bei etwa 80 Jahren. „Es wäre schön, wenn sich einige jüngere Helfer ehrenamtlich engagieren würden“, wünschte sich der Vorsitzende.

Coronabedingt tagten die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung mit ausreichendem Sicherheitsabstand zwischen Tischen und Stühlen. Als neuer Schatzmeister wurde Waldemar Ilner als Nachfolger von Christin Vogt gewählt. Er wird künftig ein wachsames Auge auf die Finanzen des 560 Mitglieder zählenden Vereins haben.

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