Paket mit Biergläsern aus Stemwede geht auf die Reise nach Bayern Abruszat lädt Söder ein

Stemwede (WB). Mit einem Brief und einem Paket hat sich der Stemweder Bürgermeister an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gewandt. Er lädt ihn zum Besuch beziehungsweise Urlaub nach Stemwede ein. Anlass dazu war Söders Aussage in einer Pressekonferenz zum Thema „Urlaub“ in der er sagte, der Westen sei wohl bei den Urlaubszielen nicht dabei.

Von Michael Nichau
Mit einem Brief und einem Paket hat Bürgermeister Kai Abruszat den Ministerpräsidenten von Bayern, Markus Söder, eingeladen.
Mit einem Brief und einem Paket hat Bürgermeister Kai Abruszat den Ministerpräsidenten von Bayern, Markus Söder, eingeladen.

Abruszat nimmt das humorvoll auf und spricht den Ministerpräsidenten aus der „touristischen Hochburg am Stemweder Berg“ direkt an. „Damit er das auch weiterliest, habe ich den Brief mit einem Seitenblick auf Söders Vorbild, Franz Josef Strauß, begonnen“, meinte Abruszat auf Nachfrage dieser Zeitung.

Hier der Brief in Auszügen und im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, Franz Josef Strauß, einer Ihrer Amtsvorgänger und – wie ich weiß – Ihr Vorbild, war schon hier:

Stemwede, eine Kommune im Nordosten Nordrhein-Westfalens, ist immer eine Reise wert. Bereits im Jahre 969 wurden Teile unserer Kommune erstmals urkundlich erwähnt – fast 200 Jahre also, bevor überhaupt von Ihrer Landeshauptstadt ‚München‘ die Rede war, deren Stadtgründung bekanntlich Heinrich der Löwe zu verantworten hatte. Dieser wiederum ehelichte 1168, nahe Stemwede im Mindener Dom, die Tochter des englischen Königs Heinrich II., Mathilde.

So nehme ich Ihr humorvolles Frotzeln über Urlaubsziele in Deutschland gern zum Anlass und sage: ‚Der Westen ist da doch dabei‘.“

Neben weiteren touristischen Höhepunkten wie dem Kaiser Wilhelm Denkmal an der Porta Westfalica oder dem Weltkulturerbe Kloster Corvey sei die gesamte Region Ostwestfalen Lippe (OWL) touristisch höchst reizvoll, bemerkt der Stemweder Bürgermeister.

„Deshalb lade ich Sie, wie damals Franz Josef Strauß, zu einem Besuch in Stemwede ein.

Übrigens: Bier brauen können wir in unserer Region auch.

Mit ‚Wo genau liegt denn dieses Bayern?‘ und ‚Glückwunsch, Ihr Saupreißn‘ konnten wir uns über eine DLG-Prämierung für ausgezeichnetes Pils und Weizen der Privatbrauerei Barre freuen. Nicht nur Plakate, sondern auch zwei Biergläser, bedruckt mit dem Wappen unserer Gemeinde und dem Emblem unserer französischen Partnerstadt Lardy bei Paris, füge ich als freundliche Anregung meinem Schreiben bei, uns zu besuchen“, schreibt Abruszat.

Vielleicht könne man dann auch gemeinsam an die erste Begegnung anknüpfen, an welche zumindest Abruszat sich noch erinnere: Sie erfolgte im Januar 2016 in Aachen anlässlich der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“.

„Beste Grüße von der touristischen Hochburg am Stemweder Berg in die Landeshauptstadt München sendet der Stemweder Bürgermeister.“

„Ich bin gespannt, was bei dieser Aktion herauskommt. Es wäre schön, wenn etwas draus wird“, kommentierte Abruszat seinen humorvollen Versuch.

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