Orte zum „Runterkommen“: Töpferei bietet Erholung in Bauwagen an Rustikaler Urlaub in Stemwede

Stemwede (WB). Richtig ländlich ist es in Sundern, dem 300-Seelen-Örtchen in der Gemeinde Stemwede. Beschaulich lebt es sich hier. Zwar gibt es im Dorf weder Supermarkt noch Ärztehaus, aber eine kleine Töpferei von Gerd Lammers und Kathinka Luckmann auf einem Bauernhof mit Betreibern, die voller Ideen stecken. Und das nicht nur hinsichtlich handgetöpferter Werkstücke.

Von Dieter Wehbrink
Pferde tun der Seele gut, weiß Gerd Lammers. Seine künftigen Bauwagen-Urlauber können in Kontakt mit den Tieren des Hofes kommen. Dazu gehören neben den Pferden auch Schafe, Hühner und Laufenten.
Pferde tun der Seele gut, weiß Gerd Lammers. Seine künftigen Bauwagen-Urlauber können in Kontakt mit den Tieren des Hofes kommen. Dazu gehören neben den Pferden auch Schafe, Hühner und Laufenten. Foto: Heidrun Mühlke

Das jüngste Projekt: Nach dem Ende der Corona-Krise soll es hier Urlaub auf dem Bauernhof geben, aber nicht herkömmlich, sondern in einem gemütlich hergerichteten Bauwagen. „Es soll ein Ort zum Runterkommen werden“, erklärt Gerd Lammers. Kreativurlaub mit Kindern und Tieren, das sei der Plan, wenn mehrere Bauwagen zum Übernachten fertig sind. An der Streuobstwiese werden die Wagen stehen. Die Sanitäranlagen sollen im Bauernhaus mitgenutzt werden, eine Outdoorküche ist gleichermaßen in Planung.

Tiere gibt es reichlich

„Zurück zum Ursprung ist die Devise“, sagt Lammers. Das Ehepaar will Menschen einen Platz bieten, um zur Ruhe zu kommen. Gleichermaßen wollen die Beiden den Umgang mit Tieren nahe bringen. Dazu gehört auch Stallarbeit und füttern. Tiere gibt es reichlich auf dem Hof. Fünf Pferde zum Reiten und Streicheln, darunter zwei Koniks , ein Norweger und zwei Araber.

Neben den Schafen auf der Wiese schnattern Laufenten und alte bunte Hühnerrassen scharren in der Erde. Ein großer naturbelassener Garten bietet die Möglichkeit, Obst und Gemüse selbst anzubauen. „Das Leben hier tut einfach der Seele gut“, weiß Lammers. Dem kann Kathinka Luckmann nur zustimmen, denn sie weiß wovon er spricht. „Ich habe drei Jahre lang in einem Bauwagen gewohnt“, erklärt sie. Das sei ein herrlicher Rückzugsort gewesen. Wenn die Tür offen stand, war sie mittendrin in der Natur. „Es hatte sich sogar ein Zaunkönig zu mir gesellt und sein Nest im Bauwagen gebaut“, erinnert sich die Töpferin.

Kurzurlaub oder auch längerer Aufenthalt

Sowieso sei das Leben im Bauwagen ein ganz besonderes. „Man bekommt alle Wetterkapriolen ganz nah mit.“ Es habe sich eingeprägt in ihrem Kopf, die Erinnerungen, wenn der Regen auf das Dach prasselt oder der Bauwagen sich im Wind hin und her wiegt. „Genau dieses besondere Erlebnis wollen wir unseren Feriengästen bieten“, machen die Beiden Lust auf einen Kurzurlaub oder auch längeren Aufenthalt.

Wann sind die Bauwagen fertig und das Projekt spruchreif? „Wenn alles klappt und wir gut vorankommen, könnten wir theoretisch in diesem Sommer mit den Ferien im Bauwagen beginnen. Allerdings muss sich bis dahin das Thema Corona beruhigt haben.“

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