83-Jähriger aus Sulinger Seniorenheim betroffen
Weiterer Corona-Patient im Landkreis Diepholz gestorben

Landkreis Diepholz (WB). Im Landkreis Diepholz hat es am Donnerstagabend einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Ein 83-jähriger Bewohner des Sulinger Seniorenheims Landhaus Barrien ist am Donnerstag gegen 22 Uhr an den Folgen der Erkrankung gestorben.

Freitag, 03.04.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 17:10 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Das Pflegeheim in Sulingen ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Insgesamt haben sich 21 Bewohnerinnen und Bewohner sowie elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Bewohner verstarb infolge der Corona-Infektion bereits am Montag. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden von den negativ getesteten isoliert. Die positiv getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne.

„Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt den Angehörigen des Verstorbenen“, sagte Landrat Cord Bockhop. „Das Gesundheitsamt steht in sehr engem Austausch mit dem Betreiber der Einrichtung und ist vor Ort, um die Situation persönlich einzuschätzen und, soweit erforderlich, weitere Maßnahmen zu ergreifen.“

204 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Diepholz

Die Zahl der Neuerkrankungen im Landkreis Diepholz beläuft sich auf 20. Aktuell sind 122 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert. Insgesamt wurden bisher 204 COVID-19-Infektionen im Landkreis nachgewiesen. Davon konnten 78 Corona-Patienten inzwischen aus der Quarantäne entlassen werden. Vier Personen sind nun an den Folgen der Viruserkrankung verstorben.

26 Patienten mit einem Corona-Verdacht oder einer bestätigten Infektion werden zurzeit stationär behandelt. Davon werden acht intensivmedizinisch versorgt, fünf mit Beatmung.

Land Niedersachsen passt Verordnung an

Am Samstag tritt zudem die Neufassung der Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft. So sind ab morgen Bau- und Gartenmärkte wieder für Privatpersonen zugänglich. Auch Blumenläden dürfen wieder öffnen. Ziel der Neufassung ist eine Reduzierung des Reiseverkehrs zu Einkaufszwecken in die benachbarten Bundesländer.

Darüber hinaus dürfen Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage im Ausland aufgehalten haben, für einen Zeitraum von 14 Tagen Kindertageseinrichtungen, Kinderhorte, Schulen, Kinderheime, Krankenhäuser und Tageskliniken, Dialyseeinrichtungen, stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sowie Berufs- und Hochschulen nicht betreten.

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