Neubau ist ein zentraler Punkt für den Öffentlichen Personennahverkehr
Stemweder ZOB wird hochmodern

Stemwede (WB). Es soll ein ganz besonderer Ort werden – gewissermaßen das Herzstück des öffentlichen Personennahverkehrs in Stemwede: Die Baumaßnahmen am neuen modernen Busbahnhof in Wehdem machen sichtbare Fortschritte. Aktuell wurde jetzt der Fahrgastunterstand aufgestellt.

Donnerstag, 02.04.2020, 05:00 Uhr
Die Arbeiten zum Bau des modernen zentralen Busbahnhofs der Gemeinde Stemwede am Wehdemer Schulzentrum schreiten gut voran.

Bei der Planung des Areals legten die Gemeinde und die Planer viel Wert auf eine barrierefreie Ausstattung. So sollen Rollstuhlfahrer und Rollatoren-Benutzer ohne den früher hinderlichen Bordstein bequem in den Bus gelangen können. Somit ist auch für Menschen ohne Handicap deutlich mehr Ein- und Ausstiegskomfort gegeben. Wer künftig auf einen Bus warten muss, soll bessere Sitzmöglichkeiten als bisher vorfinden – natürlich mit einem ausreichend großen Wetterschutz.

„Taktile Elemente“

Die Gemeinde hat auch an Menschen mit Sehbehinderungen gedacht. So werden so genannte „taktilen Elementen“ eingebaut. Sie ermöglichen Betroffenen, sich beispielsweise mit Hilfe von „aufgerauten“ Bodenbelägen per Pendel- beziehungsweise Blindenstock selbstständig an Haltestellen sicherer und leichter zu bewegen.

Ein großes Augenmerk wurde darauf gelegt, den in Wehdem starken Schülerverkehr sicherer zu machen. So gibt es eine zentral gelegene Aufenthalts- und Wartefläche in einer Größenordnung von 500 Quadratmetern – inklusive Dachkonstruktion, ausreichend Sitzgelegenheiten und integriertem Windschutz.

Ein überdachter Fahrradstellplatz kann mehr als 30 Fahrräder beherbergen. Hinzu kommen Fahrradboxen für 20 Fahrräder mit Schließfächern, wie man sie ähnlich am Bahnhof in Lemförde vorfindet. Zeitgemäß lässt die Gemeinde auch Lademöglichkeiten für Elektrofahrräder anbringen, ebenso wird eine Park-and-Ride-Anlage für Autos geschaffen, nebst Ladesäule für Elektro-Autos.

Landesförderung

Von den voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro haben die Fachfirmen bereits Gewerke in einer Größenordnung von 600.000 Euro verbaut. Die Gemeinde Stemwede hatte im Mai 2019 eine Landesförderung in einer Größenordnung von etwa einer Million Euro erhalten und unverzüglich mit den Ausführungsplanungen und Ausschreibungen begonnen. Im November 2019 erfolgte dann der symbolische Spatenstich.

„Am ZOB in Wehdem verzeichnen wir regelmäßig etwa 80 An- und Abfahrten. Der Busbahnhof am Schulzentrum ist quasi das Zentrum des öffentlichen Nahverkehrs in der Gemeinde“, erläutert Bürgermeister Kai Abruszat. Möglicherweise könne der neue barrierefreie Busbahnhof, dessen Fertigstellung für August 2020 geplant worden sei, schon vorzeitig in Betrieb genommen werden. „Aktuell sind wir gut im Zeitplan“, sagte der Bürgermeister abschließend.

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