Rats-Sondersitzung: Andreas Weingärtner und Jonas Schmidt nehmen Stellung
Wohin zieht die Kita Westrup?

Stemwede (weh). Die Freie Wählergemeinschaft hat für Mittwoch, 11. März, 16 Uhr (Kleine Festhalle Levern) eine Sondersitzung des Rates beantragt. Anlass ist die Diskussion um die Standortfrage für den Kindergarten Rappelkiste in Westrup.

Freitag, 06.03.2020, 09:00 Uhr
Wo ist der neue Standort? Die Kita Westrup soll dieses Gebäude zum 1. August verlassen. Mit dem Problem beschäftigt sich eine Stemweder Rats-Sondersitzung.

FWG-Fraktionsvorsitzender Jürgen Lückermann hatte die Sondersitzung damit begründet, dass der Vermieter des Kita-Gebäudes Rappelkiste in Westrup den Mietvertrag zum 1. August gekündigt habe (wir berichteten in der Donnerstag-Ausgabe). „Ungeachtet einer rechtlichen und moralischen Wertung sehen wir es als FWG als dringend erforderlich an, dass der Rat über diese neue Lage informiert wird und berät. Vor allem, da wir ja den Anspruch erheben, eine kinderfreundliche Kommune zu sein“, schrieb Lückermann. Vertreter der Elterninitiative Stemwede, die die Kita betreibt, waren jüngst an die CDU-Ratsfraktion herangetreten – mit der Überlegung, dass der Kindergarten möglicherweise von seinem jetzigen Standort in die leer stehende Westruper Grundschule einziehen könnte.

Schmidt befürwortet runden Tisch

Am Donnerstagabend, 5. März, wollte die CDU-Fraktion in einer Sondersitzung darüber beraten, wie die Christdemokraten mit der neuen Situation umgehen wollen. „Die Kinder der Rappelkiste Westrup sollen zum Kindergartenjahr 2020/21 eine neue Bleibe und die Eltern eine langfristige Perspektive und Planungssicherheit bekommen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Weingärtner. „Dafür werde ich mich persönlich einsetzen und ich bin sehr optimistisch, dass das gelingen wird.“

Stellung bezog auch die SPD Stemwede: „Wir bedauern es, dass es zu einer Eskalation des Konfliktes in Form einer Kündigung seitens des Vermieters gekommen ist“, sagte Ortsvereinsvorsitzender und Ratsmitglied Jonas Schmidt. „Nun müssen schnellstmöglich Maßnahmen getroffen werden, damit die Kita-Versorgung nicht gefährdet wird. Die Gemeinde und der Bürgermeister sollten die Elterninitiative und die Eigentümerseite zu einem Gespräch am runden Tisch einladen und vermittelnd aktiv werden.“

“Rücksprache wäre ausreichend gewesen“

Deeskalation sei jetzt notwendig, sagte Schmidt und übt Kritik am FWG-Vorstoß: „Es kann nicht sein, dass dieser Konflikt auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Wir denken, dass eine Rücksprache bezüglich des Handelns der Gemeinde mit den einzelnen Fraktionen anstatt einer Sondersitzung des Rates für nur einen einzelnen Tagesordnungspunkt ausreichend gewesen wäre.“

Weitere Schritte und Erkenntnisse aus dem Vermittlungsgespräch hätten dann in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Gesundheit, Sport und Kultur im März diskutiert werden können, sagte Schmidt. „Es ist äußerst wichtig, bei der Sondersitzung den Konflikt nicht noch weiter zu befeuern. Bei uns in Stemwede, wo sich viele Bürger persönlich kennen, sollten Konflikte nicht über Anwälte besprochen werden, sondern im persönlichen Gespräch.“

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