Niederschläge lassen Pegel ansteigen – Ochsenmoor überschwemmt Die Hunte führt Hochwasser

Stemshorn (WB/gp/weh). In diesen Tagen halten viele Autofahrer und Radler auf der Hunte-Brücke am Schäferhof in Stemshorn kurz an, um sich den stark angestiegenen Wasserpegel des Flusses anzuschauen. Die Niederschläge der vergangenen Wochen haben die Wassermassen aus Richtung Hunteburg/Wiehengebirge herangeführt.

Die Hunte am Schäferhof in Stemshorn: Deutlich zu sehen ist der stark gestiegene Pegel. Der Fluss fließt von hier aus in den Dümmer.
Die Hunte am Schäferhof in Stemshorn: Deutlich zu sehen ist der stark gestiegene Pegel. Der Fluss fließt von hier aus in den Dümmer. Foto: Gertrud Premke

Überschwemmungsgefahr besteht nicht – die Deiche der Hunte schützen weiter südlich die landwirtschaftlichen Flächen, die allerdings durch den Regen ebenfalls sehr nass sind, teilweise unter Wasser stehen und nicht mit schweren Traktoren befahren werden können.

Ideal für Wasser- und Wiesenvögel

Naturschützer freuen sich über die Überschwemmungen der Ochsenmoor-Wiesen entlang der Hunte. Diese „Wasserwüste” – viele Weidezaunpfähle schauen nur noch soeben aus dem Wasser – ist gewollt und wird durch Stauwehre sogar noch zeitlich verlängert. Ziel ist es, dass das Wasser nicht in die Hunte läuft, sondern möglicht lange in den Wiesen stehen bleibt. So finden viele Wiesen- und Wasservögel, die hier überwintern, ausreichend Nahrung in den Rändern der großen „Pfützen“.

Das Naturschutzgebiet Ochsenmoor ist 1029 Hektar groß. Auf nassen bis feuchten Flächen nisten Kiebitze, Bekassinen und Uferschnepfen und Kleinvögelarten, wie die gelben Schafstelzen. In trockeneren Bereichen, die in Richtung Dielingen/B 51 liegen, halten sich Brachvögel auf. Im Winterhalbjahr rasten im Ochsenmoor und am Dümmer nordische Gänse, Enten und Kiebitzschwärme, im Frühjahr lassen sich Kampfläufer beobachten.

Wieder mehr Wasser im Dümmer

Auch am vergangenen Wochenende fuhren viele Touristen durch das Ochsenmoor, um sich die überflutete Landschaft anzusehen. Mit Ferngläsern und Spektiven beobachteten sie die Vögel, unter andern zahlreiche Kiebitze.

Die Naturschützer, Gastronomen und Wassersportler am Dümmer freuen sich zudem, dass der See nach zwei extrem trockenen Jahren wieder von der Hunte und deren Zuläufen mit Wasser gespeist wird und sich der Pegel im See deutlich erholen konnte. Wassersport darf allerdings im Winter wegen der Vögel nicht betrieben werden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7306659?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516045%2F