Trotzdem beginnen am Standort Lemförde große Investitionen
BASF Polyurethanes spürt Konjunkturabkühlung

Lemförde (WB). Die weltweit schwache Konjunktur hat sich im vergangenen Jahr auch auf das Geschäft der BASF Polyurethanes GmbH in Lemförde ausgewirkt. Das Chemieunternehmen erzielte 2019 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro, im Jahr 2018 waren es 2,9 Milliarden Euro.

Sonntag, 01.03.2020, 11:00 Uhr
Symbolischer Spatenstich Ende Februar bei der BASF in Lemförde mit einigen der Unternehmensvertreter und Mitarbeiter des Projektteams auf der Baustelle eines Zukunftsprojektes unter dem Leitmotiv ‚Lemförde 2025‘. Der Neubau an der östlichen Werksgrenze umfasst ein neues Technikum und ein neues Ausbildungszentrum.

Grund sind deutlich gefallene Marktpreise und schwächere Absätze. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 1765 auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2018: 1779). Bei den Auszubildenden und dualen Studierenden erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter auf 76 (Vorjahr: 67). Unter den Beschäftigten ist auch eine große Anzahl aus dem Kreis Minden-Lübbecke.

„Wie erwartet war es ein schwieriges Jahr mit vielen geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten“, sagt Geschäftsführerin Christiane Sajdak. „Die geringe Nachfrage in unseren Abnehmerbranchen, vor allem in der Automobilindustrie, hat zu einer niedrigeren Auslastung in unserem Werk in Lemförde geführt.“

„2020 wiederum herausforderndes Jahr“

In den kommenden Monaten sei keine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu erwarten, sagte Sajdak. „Die Nachfrage unserer Schlüsselindustrien ist nicht deutlich verändert. Mit dem Coronavirus ist noch ein neuer Faktor hinzugekommen, der das weltweite Wachstum vor allem im 1. Halbjahr 2020 belasten wird. Daher gehen wir davon aus, dass auch 2020 wiederum ein herausforderndes Jahr wird.“

An den geplanten Zukunftsprojekten am Standort unter dem Leitmotiv „Lemförde 2025“ hält BASF fest. Sajdak: „Dies ist ein deutliches Bekenntnis der BASF zum Standort Lemförde und ein sichtbares Zeichen für die Zukunftssicherung.“ Die Investitionsvorhaben zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Infrastruktur umfassen vier Projekte, die in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden. „Mit den geplanten Neubauten machen wir den Standort fit für die Zukunft und sind bestens aufgestellt für die unterschiedlichsten Anforderungen bei Infrastruktur, Produktion, Entwicklung, Instandhaltung und Ausbildung.“

Neues Technikum und Ausbildungszentrum

Durch einen Neubau mit zusätzlicher Schaltanlage wird die Stromversorgung abgesichert. Ein weiterer Neubau an der östlichen Werksgrenze umfasst ein neues Technikum und ein neues Ausbildungszentrum. Zudem wird die Zentralwerkstatt erweitert und damit die Lücke zum Forschungskomplex geschlossen. Sajdak hebt besonders die Errichtung des neuen Ausbildungszentrums hervor.

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