Mühlenverein schafft ein weiteres Schmuckstück für Gelände in Levern
Schon 2500 Arbeitsstunden stecken im Haus

Stemwede (WB). Das Bauvorhaben Heuerlingshaus an der Mühle Levern waren ein wichtiges Thema der Jahreshauptversammlung des örtlichen Mühlenvereins. Vorsitzender Friedrich Klanke stellte – unter anhaltendem Beifall der Mitgliederversammlung – den außergewöhnlichen Einsatz von Fritz Thoms-Meyer bei der aktuellen Maßnahme besonders heraus: „Von den bisher insgesamt für dieses Bauprojekt geleisteten mehr als 2500 Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder beträgt davon der Anteil unseres ehrenamtlichen Bauleiters mehr als 50 Prozent.“

Sonntag, 09.02.2020, 09:00 Uhr
Immer mehr Baufortschritte: Mit viel ehrenamtlicher Arbeit sanieren Leverner Mühlenfreunde das Heuerlingshaus

Klanke informierte über den Stand der Arbeiten. Bereits 1979/80 habe der im Vorstand des Heimatvereines Levern in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Gemeindedirektor Heinz Redecker die Grundzüge des Gestaltungskonzeptes gelegt.

Dachziegel sind 120 Jahre alt

So seien ohne Ausnahme alle Dächer der Gebäude auf dem Leverner Mühenplatz mit alten Hohlziegeln eingedeckt worden. „Die jetzigen Dachziegel des Heuerlingshauses sind bereits 120 Jahre alt. Sie wurden in einer Ziegelei in Niedermehnen gebrannt“, berichtete Klanke.

Das Regenwasser des Daches werde nicht mehr in einen Vorfluter geleitet, sondern einer Bodenversickerung und auch dem vorhandenen Hausbrunnen zugeführt. Es stehe somit zur Pflanzenbewässerung im angrenzenden Bauerngarten zur Verfügung.

Bei allen Vorhaben legte man auf dem Mühlenplatz in Levern auf eine stilgerechte Baugestaltung großen Wert. Die Außenputzarbeiten einschließlich der Südgiebelfront konnten dank der milden Witterung bereits erledigt werden.

Attraktives Ziel

Nach der Fertigstellung des Heuerlingshauses und der Wohnung im Dachgeschoss, seien Optimierungen bei der Besucherbetreuung und eine Ausweitung der Öffnungszeiten geplant. „Die schon jetzt erreichte touristische Bedeutung des Mühlenstandortes für die Gemeinde Stemwede und für die Westfälische Mühlenstraße gesamt dürfte weiter zunehmen“, prognostizierte der Vorsitzende. In einer landschaftlich reizvollen Landschaft mit sehr verkehrsarmen Straßen und gut ausgebauten Wirtschaftswegen beiderseits der Landesgrenze stelle gerade für Radwanderer die Mühle Levern ein attraktives Ziel dar – und dies nicht nur bei Veranstaltungen.

Das Vorhandensein des 1865 vom Hof Klostermann errichteten Heuerlingshauses sei für die 1980 erfolgte Umsetzung der Kolthoffschen Hofmahlmühle nach Levern ein ganz wesentlicher Punkt bei dieser Standortentscheidung gewesen“, rief der Vorsitzende in Erinnerung. Etwa 23 Jahre später hätte sich dann die Möglichkeit zum Kauf des Hauses und der angrenzenden Fläche geboten.

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