Freiwillige stutzen Obstbäume und ersetzen einige im Sommer vertrocknete Pflanzen Oppendorfer schwingen die Astschere

Stemwede (WB). Den richtigen Zeitraum für den Schnitt von Obstbäumen terminieren Fachleute auf Dezember bis etwa Mitte März. Für den Förderkreis Dorfentwicklung Oppendorf haben einige Hobbygärtner deshalb nun die Gelegenheit genutzt und am Samstag die Apfelbäume auf der Wiese an der Stemwederbergstraße gestutzt. Gleichzeitig haben sie zudem einige neue Bäumchen gepflanzt.

Von Heidrun Mühlke
Die Helfer haben die Bäume auf der Obswiese gestutzt.
Die Helfer haben die Bäume auf der Obswiese gestutzt. Foto: Heidrun Mühlke

„Einige Bäume haben den trockenen Sommer im zurückliegenden Jahr nämlich nicht überlebt. Es war einfach zu heiß“, erklärte Marion Buck, Vorsitzende des Förderkreises Dorfentwicklung, den Hintergrund der Nachpflanzaktion. „Wir haben einige Apfel und Birnenbäume besorgt, um den alten bestehenden Baumbestand zu ergänzen“, sagt sie.

Weil dieser bereits seit einiger Zeit auf besagter Wiese wächst und gedeiht und auch künftig Früchte tragen soll, haben sich die freiwilligen Helfer primär diesen Bäumen gewidmet und ihnen einen neuen Schnitt verpasst.

Bevor die Teilnehmer jedoch mit Astschere und Säge ausgestattet zur Tat schreiten durften, erklärte Heimatpflegerin Inge Uetrecht als versierte Fachfrau vorab, worauf bei einem richtigen Schnitt zu achten und wann der richtige Zeitpunkt für die einzelnen Obstbaumsorten ist.

Kernobstbäume wie beispielsweise Apfel-, Birnen- oder Quittenbäume, so heißt es in Fachkreisen, sollten in den Wintermonaten geschnitten werden. Kirschbäume, Pflaumenbäume oder Mirabellenbäume, die allesamt zur Gattung der Steinobstbäume gehören, sollten hingegen besser nach der Ernte im Sommer zurechtgeschnitten werden.

Für den Schnitt am Obstbaum könne man sich aber auch eine einfache Regel merken, wie die Teilnehmer erfuhren: Die Krone eines Apfelbaums soll nach dem Schnitt die Form eines Apfels, also möglichst rund, und ein Birnenbaum die ovalere Form einer Birne haben.

Für junge Bäume sei zudem der sogenannte Erziehungsschnitt wichtig. Der Hintergedanke dieser Schnittart ist es, ein Grundgerüst aus den Ästen für den künftigen Baum zu schaffen und eine gleichmäßige Krone aufzubauen. Dabei wird beispielsweise bei jungen Apfelbäumen der Mitteltrieb eingekürzt, um die Seitenäste in ihrem Wachstum zu fördern und so eine möglichst runde Form zu schaffen.

„Wir vom Förderkreis haben in den zurückliegenden Jahren einige Baumschnittkurse mit Fachleuten angeboten und dabei viel über den richtigen Erhaltungsschnitt gelernt“, sagte Marion Buck. Die fleißigen Helfer wägten deshalb genau ab, wo gestutzt werden musste und legten geflissentlich Hand an.

Andere gruben währenddessen Löcher, um die jungen Apfel -und Birnenbäume in die Erde zu bringen. Zwar bildete das Wetter mit einigen Schauern am Samstagnachmittag nicht unbedingt den passenden Rahmen für Aktivitäten im Freien, in Oppendorf ging man aber mit Lust und Laune und ebenso viel Spaß an den Baumschnitt und die Neupflanzung der Obstbäume heran.

Und weil sich die Oppendorfer Helfer bei der Aktion auch die Geselligkeit ganz oben auf der Fahne geschrieben hatten, lud der Förderkreis Dorfentwicklung nach getaner Arbeit zu Feuerzangenbowle direkt vor Ort ein. Eingeladen waren auch all diejenigen, die beim Nikolausmarkt im Dezember mitgeholfen hatten.

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