Ein weiterer Fall in Stemwede-Haldem: Täter suchen Haus in der Straße „Am Rott“ auf Einbruchsserie: Polizei schickt Präventionsmobil

Stemwede (WB). Schon vier Einbrüche im neuen Jahr: Die Bürger in der Stemweder Ortschaft Haldem sind in großer Sorge. Zuletzt war in den Nachmittagsstunden des Dienstag, 7. Januar , ein Anwesen heimgesucht worden.

Von Dieter Wehbrink
Die Polizei ermittelt derzeit wegen der Einbruchsserie in Stemwede-Haldem .
Die Polizei ermittelt derzeit wegen der Einbruchsserie in Stemwede-Haldem . Foto: Symbolfoto

Neben den aktuellen Ermittlungen weist die Polizei auf die vielfältigen Präventionsmöglichkeiten hin, die auf der Internetseite der Polizei Minden-Lübbecke abrufbar sind. Bürger können unter der Telefonnummer 0571/8866-4705 auch einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren. „Zudem werden unsere Spezialisten für Einbruchschutz am Donnerstag, 16. Januar, von 15 bis 18 Uhr mit ihrem Präventionsmobil in Haldem vor Ort sein“, schreibt die Polizei. „Dort sensibilisieren die Experten vom Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz auf dem Parkplatz Haldemer Straße/Ecke Distelberg Interessierte für den Schutz ihrer Häuser und Wohnungen. Die Beratung ist individuell und kostenlos.“

Zusammenhang zwischen den Taten?

Den Ordnungshütern waren allein in der kurzen Zeit zwischen Freitag, 3. Januar, und Montag, 6. Januar, bereits drei Einbrüche gemeldet worden. Unter anderem stiegen Täter in zwei Einfamilienhäuser auf der Wilhelmshöhe (Freitag und Samstag) ein. In der Straße „Am Osterort“ wurde über Silvester eingebrochen. Im Von-der-Horst-Weg gab es am 1. Weihnachtstag einen Einbruch und in der Straße „Zum Rott“ tagsüber am 19. Dezember. Am 18. Dezember waren Einbrecher in ein bäuerliches Anwesen im benachbarten Drohne eingestiegen. Die Polizei vermutet, dass diese Taten von denselben Personen verübt wurden. Wohl nicht in Verbindung mit diesen Fällen steht die Tat vom Nikolaus-Tag, als unbekannte Täter den Geldautomaten und den Tresor in der Volksbank-Filiale in Haldem knackten.

Die Polizei hatte im Gespräch mit dieser Zeitung bereits am Montag auf ihr Beratungsangebot hingewiesen. Daraufhin meldete sich ein verärgertes Opfer eines Einbruchs aus Haldem in der Redaktion und übte Kritik an der Polizei: „Der Bürger wartet nicht darauf, dass man ihm sagt, wie er sich schützen kann, sondern wie er geschützt wird.“

Auch Bürgermeister Kai Abruszat zeigt sich besorgt. Während der offiziellen Vorstellung des Bezirksdienstbeamten Thomas Müller hatte der Stemweder Verwaltungschef die Vertreter der Kreispolizeibehörde auf diese Taten hingewiesen, ebenso auf den Überfall auf den K+K-Markt in Wehdem.

Kai Abruszat setzt auch auf Polizei-Bezirksbeamten

Auf Nachfrage dieser Zeitung sagte der Stemweder Bürgermeister am Mittwoch: „Ich nehme die Sorgen und Nöte der gesamten Stemweder Bevölkerung mit Blick auf die jüngsten Einbrüche, aber auch auf andere Vorkommnisse sehr ernst. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, sich in unserer Gemeinde sicher fühlen zu können.“ Der demokratische Rechtsstaat müsse sowohl die Freiheit, aber auch die Sicherheit durch seine Institutionen gewährleisten, betonte Abruszat. „Dadurch, dass der neue Bezirksbeamte der Kreispolizeibehörde unmittelbar im Rathaus verankert ist, erhoffe ich mir eine starke Präsenz und intensive Zusammenarbeit im Zuge von Ordnungspartnerschaften mit Akteuren der Gemeindeverwaltung und der Bürgerschaft.“

„Nicht nur der materielle Schaden ist schmerzlich“

Eine Polizeipräsenz vor Ort stärke schließlich das Sicherheitsgefühl der Menschen, sagte Abruszat. „Die weitere Entwicklung der Häufigkeit von Wohnungseinbrüchen und die Schwerpunkte im Stemweder Ortsteil Haldem bedürfen einer systematischen und stetigen Beobachtung“, forderte der Bürgermeister an die Adresse der Polizei. „Vorstellen kann ich mir auch zusätzliche Maßnahmen im Bereich der Prävention, um es den Straftätern schwerer zu machen, in die Privatsphäre unserer Bürger einzudringen. Jeder, der schon einmal Opfer eines Wohnungseinbruchs gewesen ist, kann ermessen, dass nicht nur der materielle Schaden schmerzlich ist, sondern vor allem der Schock darüber, dass Straftäter in den privatesten Sachen herumgewühlt haben.“

Es sei gut, dass der Landrat Dr. Ralf Niermann auch durch Initiative des Landes NRW zu turnusmäßigen Sicherheitskonferenzen einlade, sagte Abruszat. „Bei diesen Dienstbesprechungen besteht Gelegenheit, auch über die jüngsten Vorfälle und Entwicklungen den Austausch zu intensivieren und Handlungsfelder festzulegen.“

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