Auch die Drohner Landwirte sind sauer: Proteste sollen 2020 weitergeführt werden
„Verordnungen bedrohen Betriebe“

Stemwede (WB/weh). Die Stimmung bei den heimischen Bauern ist angesichts der Pläne der Politik schlecht. Dies wurde auch bei der Jahreshauptversammlung der Drohner Landwirte in der Immenklause deutlich.

Mittwoch, 08.01.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 05:02 Uhr
Unzufrieden mit der aktuellen Agrarpolitik: Michael Schumacher, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Drohne (rechts) und sein Stellvertreter Thomas Koch.

Hierzu waren 50 Landwirte und interessierte Mitbürger sowie auch der Stemweder Bürgermeister Kai Abruszat erschienen. Nach einem gemeinsamen Grünkohlessen wurden aktuelle landwirtschaftliche Themen sowie Neues aus der Gemeinde Stemwede und aus der Ortschaft Drohne besprochen.

Vorsitzender Michael Schumacher gab einen Überblick über die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft. Besonders verärgert zeigte er sich über den neuen Entwurf der Düngeverordnung und das angekündigte Agrarpaket. Dagegen war er sehr erfreut über die zahlreiche Beteiligung seiner Mitglieder bei den zurückliegenden Protestaktionen der vergangenen Monate. Besonders stark sei die Resonanz beim Treckerkorso im Kreis Minden-Lübbecke am 22. Oktober und bei der Großkundgebung in Berlin am 26. November gewesen.

Während der Versammlung führte Olaf Gülker einen von ihn zusammengeschnittenen Film über die zurückliegenden Aktivitäten der neugegründeten Bewegung „Land schafft Verbindung“ vor. Hierbei wurden auch einige heimische Landwirte gesichtet, die sich aktiv an den Demos beteiligt hatten. „Zum Abschluss der Versammlung waren sich alle Versammlungsteilnehmer einig, dass die Protestaktionen aufgrund der politischen Fehlentscheidungen auch in 2020 weitergeführt werden müssen“, heißt es aus Drohne. „Denn diese neuerlichen Verordnungen würden den sicheren Tod vieler Familiengeführter Betriebe bedeuten.“

Joachim Schmedt aus Dielingen informierte in seiner Funktion als Gemeindeverbands- und Stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender über den Stand des Neubaus der Geschäftsstelle in Lübbecke sowie über den Verkauf der jetzigen Geschäftsstelle am selben Ort. Auch nahm er Stellung zu den nitratbelasteten „roten Gebieten“ und den dazugehörigen Brunnen in der Gemeinde Stemwede. Hier müsse man die weiteren Entscheidungen der Landespolitik abwarten, sagte Schmedt.

Die heimische Ratsfrau Brigitte Höger-Allhorn gab Auskunft über Neuigkeiten auf Gemeindeebene und über Fördermittel, die der Ort Drohne bekommt. Hierzu konnte auch Heinrich Rennegarbe als Vorsitzender des neu gegründeten Dorfgemeinschaftsvereins, über den neusten Stand in Bezug auf Renovierung der Immenklause berichten. Mit den Umbauarbeiten sei nicht vor Sommer 2020 zu rechnen, womit die Immenklause auch weiterhin für Vereins- und Privatveranstaltungen zur Verfügung stehe, betonte Rennegarbe.

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